reibstein,
der
.
1.
›Stein (z. B. Bimsstein) zum Abreiben, Glätten von etw., zum (Ab)reiben des Körpers (im Bad)‹;
Bedeutungsverwandte:
, , , ; vgl. 1.

Belegblock:

Volkmar (
Danzig
1596
):
Pumex [...], ein reibstein / fußstein.
Mylius (
Görlitz
1577
):
Tophus Reibstein. Pumex Kraustein.
Sachs (
Nürnb.
1563
):
[bader] steck den kamp in deinen bart! | Wilst du haben noch wilder art, | So henck den reibstein auch darein.
Maaler (
Zürich
1561
):
Reybstein. Pumex. Mit einem Reybstein oder tugstein gletten.
Rybstein (der) wie mans in baͤderen hat. Strigilis.
2.
›flacher Stein (mit leichter Vertiefung), flache Schale zum reibenden Zerkleinern von Substanzen (meist: Zutaten für Arzneien)‹; zu 3, vgl. 1; 8.
Bedeutungsverwandte:
vgl. 1.

Belegblock:

Buch Weinsb. (
rib.
,
um 1560
):
ich samt minem neven [...] haben auch reifstein bekomen, farb geriben und gemacht, oli- und wasserfarb.
Schmitt, Fachprosa
42, 2
(
rhfrk.
,
1430
/
89
):
[Rezept für ein
anezunde puluer
:]
ryb die beyde stuck
[von
swebel
und
salpeter
]
iglich besunder gar vast cleyn off eyme ryb steyn.
Belkin u. a., Rösslin. Kreutterb.
162, 10
(
Frankf.
1535
):
[Der steyn Medus] geriben auff einem reibsteyn mit frawen milch [...] vnnd auffgestrichen / heylet die weissen augen geschwer.
Keil, Peter v. Ulm
39
(
nobd.
,
1453
/
4
):
zureib das
[Zutaten für ein
pflaster
]
wol auf einem reibstein.
Gleinser, Anna v. Diesb. Arzneib.
1989, 228
.