reibstein,
der
.1.
›Stein (z. B. Bimsstein) zum Abreiben, Glätten von etw., zum (Ab)reiben des Körpers (im Bad)‹; Belegblock:
[bader] steck den kamp in deinen bart! | Wilst du haben noch wilder art, | So henck den reibstein auch darein.
2.
›flacher Stein (mit leichter Vertiefung), flache Schale zum reibenden Zerkleinern von Substanzen (meist: Zutaten für Arzneien)‹; zu 3, vgl. 1; 8.Belegblock:
ich samt minem neven [...] haben auch reifstein bekomen, farb geriben und gemacht, oli- und wasserfarb.
[Rezept für ein
anezunde puluer:]
ryb die beyde stuck [von
swebel und
salpeter]
iglich besunder gar vast cleyn off eyme ryb steyn. [Der steyn Medus] geriben auff einem reibsteyn mit frawen milch [...] vnnd auffgestrichen / heylet die weissen augen geschwer.
zureib das
[Zutaten für ein
pflaster]
wol auf einem reibstein. Gleinser, Anna v. Diesb. Arzneib.
1989, 228
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