reiber,
der
.›Person, die (neben dem
bader
) in einer Badestube tätig ist und u. a. die Badenden abreibt‹; vereinzelt mit obszönem Fokus: ›(im Bad tätiger) Mann, der Frauen sexuell befriedigt‹; Syntagmen:
j. einen r. haben wollen
; der r
. (Subj.) herkommen / schreien, den kessel heizen, das wasser aufheben / behalten, niederkleid anhaben
; dem r. ein viertel haber geben
; der r. im bad
; der gute r
.Wortbildungen:
reiberampt
˹, (a. 1536)˺ ›weibliche, in einer Badestube tätige Person‹ (dazu bdv.: vgl. 1, ),
reiberin
reibermagd
reiberlon
Belegblock:
ein badknechte, der die jungen holdseligen diernlein imm badt wol reyben kundt, dem sie nit feindt waren, wie dann ein yede ein guͤten reyber haben will.
Reyber oder reyberin in einem bade.
doch sollen bader und reiber in allweeg niderklaid anhaben und die weiber
[die im Bad arbeiten]
hembder, so sie in der man stueben gehen. Ebd.
680, 38
: Reiberambt. [...] den kessel soll der reiber haizen und soll ihm der bader daß holz darzu zu der badstueben fueren.
Ebd.
681, 1
: wan man bad hat, mag der reiber am abend darvor [...] daß wasser im Ölbrunen aufheben und behalten, biß daß bad auß ist.
Ebd. 6:
welcher im reiberlohn ist, da gibt ain jegliches, welches dem bader ein viertel roggen gibt, soll dem reiber ain viertel haaber geben.
in die patstuben auf dem Graben einen drivachen leineinen slayr, den drein reyberinn doselben [...] ein pflamvedreins pet.