rechter,
der
;
-s/-Ø
.
1.
›Person, die vor Gericht um ihr Recht streitet, prozessierende Partei‹;

Belegblock:

Maaler (
Zürich
1561
):
Rechter / Zancker. Litigator.
2.
›Richter als Beauftragter einer entscheidungs- und urteilsbefugten Obrigkeit‹;
vgl. 2.
Bedeutungsverwandte:
1; 7; vgl. 1.

Belegblock:

Schützeichel, Mrhein. Passionssp.
956
(
mrhein.
,
um 1335
):
Pylate, rehter lobelich, | der kunig herodes gruzet dich.
Lamprecht, Dt. Wirtschaftsl. (
mosfrk.
,
1385
):
sprechen wir von der gewalt und muge, als des die vurges. beide partihen an uns sint gegangen und auch als ire herre und rechter.
Doubek u. a., Schöffenb. Krzemienica (
schles. inseldt.
,
1479
):
der gesworen rechter [...] ÿm awsgesprochen hot, dÿ salp scholdige lewte czw gestellen.
3.
›Gerichtsbüttel, Scharfrichter als Vollstrecker eines in einem Rechtsverfahren gesprochenen Urteils‹;
vgl. 2.
Bedeutungsverwandte:
; vgl. 2, 3.

Belegblock:

Schützeichel, Mrhein. Passionssp.
1073
(
mrhein.
,
um 1335
):
[Pilatus]
Ich sprechen ein ordeil, [...] | [...] | An daz cruze sal man in henken | vnd zwen schacher [...] | Ir rehter, vuͦrent sie dort hin.