rechtbuch,
das
;-(e)s/-er
+ Uml.›schriftliches Verzeichnis der Gesetze und Verordnungen einer Rechtsgemeinschaft (einer Stadt, Gemeinde, eines Landes), eines Rechtsgebietes (z. B. der Sachsen), einer Rechtsinstanz (weltlich, geistlich, päpstlich)‹; metonymisch dazu: ›Gesetz, Rechtsordnung‹; vgl. (
das
) 5, 4.Phraseme:
das rechtbuch unter die bank werfen
›das Gesetz mit Füßen treten‹.Syntagmen:
ein r. machen
; das r. jm. mangeln, etw. öffnen / sagen
, [wo] sein
; sich des rechtbuches beklagen
; etw. aus dem r. lesen, in den rechtbüchern etw
. (Subj.) geschrieben sehen, j. in den rechtbüchern
[wie] heissen, etw. von rechtbüchern nemen
; das r. der stat
; das alte / deutsche / fränkische / weltliche r
.; nach sage des rechtbuches
.Belegblock:
Se sint von zwen recht buͦchen genomen, decreten vnde decretali.
die Sachsen [...] erslugen der Doringe [...] unde liessen yn eyme dorffe kume zwe ader drey die redelichsten sitzen, [...], die heissen noch [...] yn yren rechtbuchern die Lassen.
der nie gelas noch gehort geschribne recht | Der machetz alls samen eben und slecht. | Wan das rechtbuoch ist geworffen under den bank.
Entscheidung
nach unsers rechtpuchs sag. Swaz daz rechtpuͦch und der stat puͦch hat, daz sol der richter richten in der schrannen.
hat in Draco ein landsordnung und rechtpuech gemacht.