rebman,
der
;-s/rebmänner
oder rebleute
.›(abgabenpflichtiger) Weinbauer, Besitzer eines Weinbergs; Lohnarbeiter, Tagelöhner im Weinbau‹; speziell: ›Angehöriger der Weinbauernzunft‹;
rebleute
in den Belegen besonders auch in tropischem Bezug auf die am oberdeutschen Bauernaufstand von 1524/5 maßgeblich beteiligte Zunft; Gehäuft wobd.; Rechts- und Wirtschaftstexte.
Syntagmen:
der r
. (Subj.) in der stat sitzen, die rebe(n) pflanzen / setzen / zweigen, einen weinberg haben, die rebleute
[wo] liegen, geld mangeln, des weinbaus erfaren sein, auf das rebwerk gehen, mit dem messer schneiden
; j. den rebleuten x schilling geben / verleihen, etw. abstricken, got
(Subj.) den rebleuten seinen weinberg in beständnis geben
; j. etw. über die rebleute ordnen / setzen, mit einer schlachtordnung über die rebleute ziehen, j. zu den rebleuten laufen
; der himlische r
.; der kerzenmeister
(›Zunftvorsteher‹), die zunft der rebleute
; die aufrur mit den rebleuten
.Belegblock:
Was fuͤr Leut zu Obrigkeit zusetzen / lehrt GOtt in dem / da er seinen Weinberg verliehen / das er den nicht Kraͤmern vnnd Handwerckern / sondern Rebleuten / die des Weinbaws erfahren / in bestaͤndnus geben.
Der Rebmann
. [Überschrift]
Ich bin ein Haͤcker im Weinberg | Jm Früling hab ich harte werck. Es sitzt ein Raͤbmann in der statt | Der einen schoͤnen wynberg hatt.
ist der oder die sölichen unbuw getan haben, der reblüt zunft, so söllen die schower den iren zunftmeister angeben.
Wir haben ǒch geordnot vnd gesetzet vͥber die rebluͥte, daz man einem ieglichen vnder inen, so mit dem messer schnidet, alle tag sol geben [...] vier schilling alter phenning.
Uff mittwuchen [...] uberzugend min heren gros und klian ratt [...] uber die reblütt für die frighatt darin die re(b)lütt lagand, mit ainer schlachtordnung.
lies man dem Dischmacher von Halow den kubf abhuwen [...], das er so mierdest gehandlat hatt [...] in unser uffrur mit den reblütt.
Jedoch wellend wir den raͤblüthen, wo sy gelt [...] manglend, uff ir wimmet zuͦ entlehnen nit abgestrickt haben.
doch umb die zúnft die da bisher gewerb verkouft hand, als die reblút [...], das mugend si oͧch fúro also halten.
Kocher, Rechn. Schönenwerd
177, 83
; Schib, a. a. O.
116, 20
; Bremer, Voc. opt.
25001
; Vorarlb. Wb.
2, 674
.