rebenter,
remter,
refent,
das / der
;
zu
mhd.
reventer, revent
(), einer stark umgebildeten Entlehnung aus
mlat.
refectorium
›Speisesaal eines Klosters‹
(
Niermeyer
2002, 2, 1171
); mit hoher Formenvarianz, teils auch mit volksetymologischer Umdeutung (
rebental, revental
).
›Speisesaal in einem Kloster‹;
Überwiegend nrddt. / md. / nobd.
Bedeutungsverwandte:
vgl. , 2, .
Syntagmen:
j. aus dem r. gehen, in das r. kommen, in dem r. malen / predigen / sitzen, predigt tun, zusammen kommen, etw. in dem r. veranlassen, jm. etw. in dem r. weisen, die tische
(Subj.)
in dem r. ausgerichtet sein, x schalen in den r. gehören
;
der estrich, das glas, x becken / tischtücher in dem r
.

Belegblock:

Strehlke, Nic. Jerosch. Chron. (
preuß.
,
um 1330
/
40
):
sî [di bruͤdre] [...] | [...] wîstin im
[einem Gesandten der heidnischen Samen]
vil gar, | al jr tûn her unde dar | in capellin, rebbintêre, | in slâfhûse.
Joachim, Marienb. Tresslerb. (
preuß.
,
1404
):
9 fird. vor estrichen [...] zu bessern oven im rempter dem muwerer gegeben.
Ziesemer, Marienb. Ämterb.
94, 40
(
preuß.
,
1411
):
12 yserinne schalen, die in den rempter gehoren.
Toeppen, Ständetage Preußen
2, 478, 26
(
preuß.
,
1442
):
so seyn die heren der stete zcun swartczen monechen ins remther zcusampne komen.
v. Liliencron, Dür. Chron. Rothe (
thür.
,
1421
):
den houselewten waren yre tische wo bestalt unde uss gericht yn dem rebinthern zu den predigern unde zu den barfussen.
Opel, Spittendorf (
osächs.
,
um 1480
):
Und baten seine gnade [...], das es so geschehen möchte, als es veranlasst [...] were vor seiner gnaden [...] zu S. Moritz im rembter.
Chron. Nürnb. (
nobd.
,
1420
/
41
):
am donnerstag kamen des alten babsts gewalt, drey legaten. [...] sie predigten in dem rebenter lateinisch der priesterschaft und den gelerten.
Baumann, Bauernkr. Rotenb. (
nobd.
,
n. 1525
):
So tet ainer, Valentin Yckelshaimer, ein gelerter Latinus, etlich predig zu den Barfußer in dem rebental.
Voc. Teut.-Lat.
aa vr
(
Nürnb.
1482
):
Rebenter reuenter refental. refectorium. campulus.
Sachs (
Nürnb.
1562
):
[die münnich] sind aber im rebent gsessen | Und wartten lang auff tranck und speiß.
Chron. Augsb. (
schwäb.
, Hs.
16. Jh.
):
die fünf zunft [...] machten ain rat in dem revett zu den barfueßern.
Sexauer, Schrr. in Kart.
234, 12
(
nöst.
,
v. 1450
):
Zu den hochczeiten [...] sol auch der chelnär chêren
.
das refent / das slafhaus
.
vnd das haus des klosters / oder schaf es ze raynigen.
Joachim, a. a. O. ;
Ziesemer, Gr. Ämterb.
706, 15
;
ders., Marienb. Ämterb.
90, 7
;
Toeppen, a. a. O.
2, 338, 2
;
3, 159, 35
;
Küther, UB Frauensee
216, 20
;
410, 16
;
Beyer, UB Erfurt ;