2
raute,
die
;
zu
mhd.
rûte
›schiefwinkliges Viereck‹
(); Etymologie unklar, aber wohl nicht verwandt mit
1
;
vgl.
Dwb
14, 319
.
›Rhombus; ebenes Viereck mit vier gleich langen Seiten‹; speziell: ›kleine viereckige Fensterscheibe‹.
Bedeutungsverwandte:
3, .
Wortbildungen:
rautecht
›rautenförmig‹,
rautenfenster
,
rautenglas
,
rautenscheibe
.

Belegblock:

Knape, Messerschmidt. Bris.
43, 36
(
Frankf./M.
1559
):
der Sal was mit cypressen gelegt / vnd mit Chrisoliden / Achaten Amatisten / vn̄ Jaspis / rautecht vnd erzogen / der hof heraussen / was mit Onichen vnd Topasien gepflastert.
Lemmer, Amman/Sachs. Ständeb.
23, 7
(
Frankf./M.
1568
):
Auch rautenglaͤser allzumal / | Wer der bedarff / thu hie
[beim
Glasser
]
einkern.
Ermisch u. a., Haush. Vorw.
194, 42
(
osächs.
,
1570
/
7
):
Nim ein messenes dünnes blech [...] in form einer viereckichten uberlengten rautenscheibe.
Lexer, Tucher. Baumeisterb. (
nürnb.
,
1464
/
75
):
von einer scheiben einzusetzen als einitzlichen zwen pfenning; mer von hundert rautten von newem einzulegen dreu pfunt alt, und von einem schlechten pauren glass vier pfenning.
Loose, Tuchers Haushaltb. (
nürnb.
,
1517
):
dem Veit glaßer von einem rauttenfenster czuvernewen in dem abcziehkemerlen vor dem pad per Haincz beczalt.
Maaler (
Zürich
1561
):
Rauten / Fensterrauten / Vieraͤchtige figur mit vier außgespitzten ecken. Rhombus.
Bauer u. a., Kunstk. Rud.
1298
(
oobd.
,
1607
/
11
):
Ein par augengleser von cristall geschnitten mit vilen rautten oder eggk.
Schmidt, Frankf. Zunfturk.
1, 428, 8
;