raupe,
die
;-Ø/-n
;›Raupe, Kohlraupe‹; in den Belegen durchgängig negativ konnotiert als: ›Pflanzenschädling, Ungeziefer‹; speziell: ›(biblische, apokalyptische) Plage‹.
Syntagmen:
raupen lesen
; die r
. / raupen
(Subj.) [wo] nisten, jn. plagen, die früchte, alles fressen, felder abätzen, sich rümen, an die bäume kommen, sich an die bäume legen, von den bäumen abfallen
; etw
. (Subj.) viele raupen bedeuten
; der r
. (Dat.obj.) entraten
; die gattung der raupen, die plage der raupen
; das land vol raupen
.Wortbildungen:
raupengeschmeis
raupennest
raupensterz
raupenwurm
Belegblock:
Raupen vnnd Ratten / kan man auff Erden wol entrahten.
wie ein guter apffel bawm darumb nicht boͤse wird, ob wol das unzifer und raupen geschmeis etlich seiner fruͤchte verderbet.
Rüme dich rüplin / dein Vater ist ein kolwürm.
Ob er gleich hat zehn ander Fuͤß. | Wie deß Regenwurms vnd Raupenstertz / | Wenns jhm gefelt / geht hinderwerts.
Ebd.
542, 1142
: Die Raupn / Mucken vnd Hewschrecken / | Noch haben sie Pharao geplagt / | Vnd bey nah aus dem Land verjagt.
Hieze got den engel varn an einen boum und hieze in dar abe rûpen lesen.
ein raup / krautwurm [...], klebt hart an / frißt die koͤl / garttenkreutter / vnnd baumbletter.
Ir sollet erkennen siechthumb, wann sich die spinnen, raupen, zweifelter, amessen oder ander ungezifer an die jungen beume legen.
Ebd.
257, 18
: Wo sich das laub von den beumen in diesem monat nicht gerne scheidet und abfellt, bedeutet es einen kalten winter und den künftigen sommer viel raupen.
Das was eyn schedlich raupen nest.
Plag der ruppen oder kruttwyrm im 1558 jar
(Kapitelüberschrift). Diß jars im früeling het es mechtig unerhört vil rappen [...], wugs kain obs.