raubisch,
räubisch,
Adj.
/
Adv.
1.
›beutegierig‹ (von wilden Tieren; bildlich und ütr. auch von Menschen); speziell auch: ›verfressen, unersättlich‹; resultativ: ›durch Raub, gewaltsam‹;
zu 1.
Bedeutungsverwandte:
3; vgl. 1.

Belegblock:

Schade, Sat. u. Pasqu. (o. O.
1524
):
die röbischen wölf auß Franken, die uns so große hilf zuͦsagten.
Sachs (
Nürnb.
1531
):
Du bist innen und aussen blind | [...] | Gantz raubisch als ein fledermauß.
Ebd. (
1560
):
wie die burger von Rom | Haben euch raubisch gar on scham | Ewer töchter mit gwalt genommen.
Goedeke, Fischart. Landlust
174
(
Straßb.
1607
):
Die [wölfe] im reubisch der schaf abhelfen.
V. Anshelm. Berner Chron. (
halem.
,
n. 1529
):
die schadhaften, reubischen inger, kaͤfer und wirm [...] uss all iren gepieten und landen ze vertriben.
Bächtold, H. Salat (
halem.
,
1536
):
einen röubischen clawen: gezuckt und entwert, becläwt jeder dem andern ab, was man zʼwegen bringen mag.
Dalby, Lex. Mhg Hunt.
1965, 180
.
2.
›erbeutet, durch Raub (gewaltsam) angeeignet‹;
zu 2.
Bedeutungsverwandte:
2.

Belegblock:

Luther, WA (
1532
):
Lasset der welt jre rostfressige, reubische und diebische schetze.