ratsbote,
der
;
–/-Ø
.
– Gehäuft wobd.
1.
›(Ratsmitglied als) Gesandter, Abgeordneter, offizieller Vertreter eines Stadt-, Gemeinderates‹; vgl. (
der
) 5; 7, zu
1
3.
Bedeutungsverwandte:
vgl. , , , (
der
).

Belegblock:

Müller, Alte Landsch. St. Gallen (
halem.
,
1550
):
Dannenhär ein lobliche Eidgnoschaft, als namblich der dryzechen ordten raths poten, uf zweyen gehaltnen tagleistungen [...] berathschlaget.
Ebd. (
1525
):
diser dingen aller zuͦ warem, vestem, ewigem urkund, so haben wir obgenannten, die acht ratsboten von den vier orten unser jeder sin eigen insigel an diser brif zwen [...] offenlich gehengkt.
Glitsch u. a., Hofger. Rottw.
49, 19
(
schwäb.
,
um 1435
):
Würd aber ainer statt verkündet, das si offen aͤchter enthalten hett, die beherret und nit für sich selb waͤr, verantwürtend die das mit iren raczboten.
2.
›Bote eines Rates; Ratsdiener‹; zu (
der
) 5,
1
1.
Bedeutungsverwandte:
2; vgl. , .

Belegblock:

Rupprich, Dürer (
nobd.
,
1520
):
da kam der herrn von Antorff raths poth mit zweÿen knechten und schencket mir von der herren von Antorff wegen 4 kannen wein
(hierher?).
Dasypodius (
Straßb.
1536
):
Legatus, ein außgesandter mit befelch / Ein abgefertigeter rahts bott.
Müller, Grafsch. Hohenb.
2, 266, 15
(
schwäb.
,
1453
/
4
):
Uff 19. Dez. a. b. gen Horw umb ir ratz boten her gen Rotemburg zu miner frowen gnaden zu schikend 3½ ß.
rahtsbott / Herrnknecht.