rangen,
V.;
zu
mhd.
rangen
›ringen, sich hin und her bewegen‹
(); vgl.
mnd.
wrangen
›ringen‹
().
1.
›sich / etw. hin und her bewegen‹; im Einzelnen: ›sich räkeln‹; ›sich / etw. (nach etw.) strecken‹; ›(mit den Händen in etw.) wühlen‹; ›sich winden‹; ütr.: ›hin und her überlegen‹.
Bedeutungsverwandte
(bzw. Orientierungsfeld): 6; 7, , , 1, ; vgl. 1, (V., unr. abl.) 5.
Wortbildungen:
rängern
.

Belegblock:

Wolf, Rothe. Ratsged. B
85
(
thür.
,
3. Dr. 14. Jh.
):
In dem arme ist sere die stercke | [...] | Also eyn iglicher daz wol acht: | An tragen, an heben, an rangen | Vnd vmbfahen vnd bedrangen.
Neumann, Rothe. Keuschh.
2809
(
thür.
,
1. H. 15. Jh.
):
wer aber wil rangen in deme quate
[s.
1
kot
1; 2],
| der wirt dar van beschissen drate.
Dasypodius (
Straßb.
1536
):
Rangen / rengeren. Pandiculari.
Bächtold, H. Salat (o. O.
1537
):
gat er winden, rangen und träjen, | Wie er könd andre anschleg säjen.
Maaler (
Zürich
1561
):
Sich Ranggen / Rencken / Strecken als die so vom schlaaf auffgeweckt sind.
2.
›(mit jm.) ringen, kämpfen‹.
Bedeutungsverwandte:
(V., unr. abl.) 2.

Belegblock:

Gerhard, Hist. alde e
769
(
omd.
,
um 1340
):
Da quam im [Jacob] ein engel zu, | Der wart rangen da mit im.
Thiele, Chron. Stolle (
thür.
,
3. Dr. 15. Jh.
):
Do rangete her mit des koniges sone von franckrich unnd warff on mit syme koppfe uff eynen steyn, das her starp.
Schmitt, Ordo rerum
666, 20
.