raden,
der
,1
rade, die
,radel,
Genus (?); -s/–
;radel
s. .›Unkraut (im Getreide)‹; meist: ›Kornrade, Agrostemma Githago‹; ›Taumellolch, Lolium temulentum‹; auch: ›Acker-Schwarzkümmel, Nigella arvensis‹; gelegentlich auch eine Heilpflanze bezeichnend.
Zur Sache:
Marzell
ff.; 2, 1366 ff.; 3, 318 f.1, 153
Wortbildungen:
radendistel
radensamen
radenwurzel
radig
Belegblock:
er [Schalck] ist in und unter der Christlichen Kirchen, gleichwie Meusedreck unter dem Pfeffer und Rhaden unter dem Korn ligt und hilfft den Scheffel fuͤllen.
Reinick must auch in henden haben / | Raden wurtzel / vnd Teschel kraut.
Dar umbe daz etwenne raten under daz korn vellet, dar umbe ensol man daz edel korn niht verwerfen.
Uf herrn Martin Pfisters anbringen des zehend korns zu Lushaim bescheen, das dan vol radels sein soll.
Ist herrn Micheln von Breidt [...] bevolhen worden, das korn von dem zehenden [...] durch meyn herrn gesamblet und das radig ist, fegen zu lassen.
erynge, iringis, [...], eberwurtz, Wallendistel, brachendistel, radendistel, distelkopf, iringel, manßtreu.
bei weize raten [...] und bei weiben unweib müßen wesen.
dô di lûte slîfen, dô quam sîn vient und ubirsêwite râten
[
milbenMentel
1466: ;
respenEmser
1527: ;
wickẽEck
1537: ;
VnkrautLuther
1545: ]
in mitten des weiszes. Wer aber haͮt / rufen vnd geswer [...], der / stosse ratten mit spek vnd salb das hopt da mitt.
der teufel [...] ließ sein radios auch mit zufallen, und die nebenkreuter mit seinem ratensamen.
v. Maren, Marquard. Ausgabe
127, 14
; Voc. Teut.-Lat.
aa iiijv
; Schles. Wb.
2, 1082
; Schweiz. Id. f.;
Gleinser, Anna v. Diesb. Arzneib.
1989, 225
.