quodlibet,
das
;
aus
mlat.
quodlibet
(wörtlich:
›wie es beliebt‹
)
›akademische Disputation zu einem frei gewählten Thema‹
(
Niermeyer
2002, 2, 1148
).
›Sammlung (von Texten) zu einem beliebigen Thema‹; speziell: ›Zusammenfügung verschiedener Liedweisen und Liedtexte, die gleichzeitig gesungen werden‹.
Bedeutungsverwandte:
1, .
Wortbildungen:
quodlibetieren
›diskutieren, disputieren, etw. (in übermäßiger Ausführlichkeit) ausführen‹ (dazu bdv.:
1
9).

Belegblock:

Barack, Zim. Chron. (
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
Ich hab vor jaren ein grossen Federhannsen heren reden und quodlibetiren, der sich seiner erfarnus und alters halb auch etwas sein bedauchte.
Mit solchem quodlibetiren wardt mehr, dann die halb nacht zugebracht.
Rot
344
(
Augsb.
1571
):
Quodlibet, Ein Gsang von mannicherley zusam geklaubten Liedern oder Texten / da keins auff das ander geht, Jtem sonst ein zusam geklaubt ding / es sey was es woͤl / das sich doch nindert oder wenig zusamen gattet. Ein durch einander mich maͤsch.
Spiller, Füetrer. Bay. Chron. (
moobd.
,
1478
/
81
):
Ich hab auch gelesen in ainer namhaften Cronicken in der liberej zu Wessoprunn und ist ain quotlibet.
Schulz/Basler
3, 100
.