quinterne,
die
;
zu
mhd.
quinterne
›Saiteninstrument mit fünf Saiten‹
().
›Quinterne‹; mit der Mandora verwandtes Saiteninstrument mit birnenförmigem Korpus und vier oder fünf Doppelsaiten im Abstand von Terzen, Quinten und Quarten, das gezupft oder mit einem Plektrum gespielt wird (seit der 1. H. des 15. Jhs. bezeugt).
Zur Sache: ;
Thiel, Sachwb. der Musik.
1984, 363
 f.
Bedeutungsverwandte:
1, 1,
1
, .
Wortbildungen:
˹
quinternen
,
quinternschlagen
˺ ›die Quinterne spielen‹,
quinterngetöne
.

Belegblock:

Meijboom, Pilgerf. träum. Mönch
6762
(
rib.
,
1444
):
Da doen ich sij hoeren mannichen soissen sanck, | Quinternen, luten ind harpen clank.
Lemmer, Amman/Sachs. Ständeb.
103, 9
(
Frankf./M.
1568
):
Auch mach ich [Lautenmacher] Geigen vnd Quintern.
Pyritz, Minneburg
1490
(
nobd.
, Hs.
um 1400
):
Min suße rein quintern gedon, | Min sußer lutter rotten clank
(Anrede an die Geliebte).
Voc. Teut.-Lat.
aa iijr
(
Nürnb.
1482
):
Quinterne ein saytenspil. quintera. [...]. Quinternen oder quinternschlahen. quinternisare.
Sachs (
Nürnb.
1557
):
Vor im
[einem Bauern]
hofiert im eyner gern, | Ein mennlein auff eyner quintern, | Das ihm viel liedlein darein sang.
Barack, Teufels Netz (
Bodenseegeb.
,
1. H. 15. Jh.
):
Den langen tag fræssin triben, | Luten slahen, quinternen und gigen.
Rot
344
(
Augsb.
1571
):
Quintern, Ein lauten mit neun seyten / welche den grossen bumhart mit seiner octaf nit hat.