quendel,
der
;
aus
lat.
cunila
(eine Art der Pflanze Origanum; vgl.
Georges, Neub.
1, 1399
).
›wilder Thymian, Quendel, Thymus serpyllum L.‹; zur Abgrenzung gegen den gemeinen Thymian auch
welscher
oder
römischer quendel
genannt; Verwendung als Würz- und Heilmittel.
Zur Sache:
Marzell
4, 699
 ff.
Bedeutungsverwandte:
, , 1, , , .
Wortbildungen:
quendelblust
›Thymianblüte‹,
quendelessig
›Thymianessig‹.

Belegblock:

Lappenberg, Fleming. Ged. (
1631
/
9
):
Es stunde Quendel zwar, auch Augentrost die Fülle | und vielmehr Kräuter da.
Ermisch u. a., Haush. Vorw.
22, 26
(
osächs.
,
1570
/
7
):
Etzliche guette wohlschmacke kräuter zur speise lieblich und gesund. Körbelkraut, majoran, petersilien, roßmarin [...] welsch quendel, immenkraut, wermutt, raute.
Ebd.
92, 20
:
Den jungen ziepeten und pipsigen hünern thue meisterwurz und quendel ins trinken.
Ebd.
96, 24
:
Im bluemengarten soll gesähet werden thimian, wohlgemuth, tenderich, eppich, gartenisop, quendel, poley, roßmarin, salbeye.
Voc. Teut.-Lat.
aa iijr
(
Nürnb.
1482
):
Quendel. cõuendel. odʼ wilder polay. odʼ feltkumel. serpillum.
Maaler (
Zürich
1561
):
Honig vonn zweyerley welscher quendelbluͦst oder Balsamkraut / weyssem vnnd schwartzen gemacht.
Roͤmischer (quendel) n. [...] Thymum. [...]. quendel Essig m. Vinaigre de thym.