quatern,
das
;
–/-en
;
selten:
quaterer,
der
;
–/-en
;
zu
mhd.
quatërn
›Lage von vier Bogen oder acht Blättern‹
(), dies aus
lat.
quaternio
›Quartbogen‹
(
Georges, Neub.
2, 4006
).
›Lage aus vier Doppelblättern (= 16 Seiten) innerhalb einer Handschrift, eines Druckes‹; metonymisch auch: ›Heft; kleine Druckschrift‹.
Bedeutungsverwandte:
.

Belegblock:

Luther, WA Br. (
1521
):
Jch vberschick E. f. g. hie mit das angefangen Magnificat, der vierde quattern ligt noch Jn der pressen.
Fischer, Brun v. Schoneb. (
md.
, Hs.
um 1400
):
seht diser trache ist der sterne, | von dem in dem selben quaterne | Sente Johannes offenbar jach.
di turteltube si gesunt adir krang | uf deme steine wonet si gerne, | sus las ich an minem quaterne.
Anderson u. a., Flugschrr.
11, 2, 21
([
Leipzig
1521
]):
Dañ so dich das orste blat also in harnasch geiaget [...] was werden dãn ein quatern oder tzweintzig die hernach volgẽ / bey dir wircken.
Enders, Eberlin (
Grimma
1522
):
Der letzt quatern in dewtscher Postill Luthers vber Epistel vnd Euangeli tzeigt gar ein andern bescheyd do von, dan du fur gibst.
Voc. Teut.-Lat.
aa iijr
(
Nürnb.
1482
):
Quattern sint acht pleter in einem buch.
Bihlmeyer, Seuse (
alem.
,
14. Jh.
):
do die quaternen diss ersten sinnenrichen buͦches heinlich beschlossen lagen vil jaren.
Thiele, Minner. II,
8, 8
(Hs. ˹
nalem.
/
sfrk.
,
1470
/
90
˺):
ich han manchen quatern | beid her unnd dar gewant, | das ich nye geschriben fant | das man sie [die mynn] solt myden.
Jörg, Salat. Reformationschr.
364, 25
(
halem.
,
1534
/
5
):
alls dann uff disem tag der raatsbott von Zürch / den andern botten überantwurdt ein getruckten bogen / Zwinglis schwaderns / ruͤmens, jm selbs recht gebens [...] schicktend die ort solchen quatern herren d(octor) Fabern.
Maaler (
Zürich
1561
):
Quaterer (der) Vierboͤgig. Quaternio.
Rot
344
(
Augsb.
1571
):
Quatern [...] ein bogen papyr in vier plaͤtel zusamen gelegt.
Mollay, Ofner Stadtr.
55, 5
(
ung. inseldt.
,
1. H. 15. Jh.
):
ob den der selb statschreiber sturb vnd nicht alle ding ordenlich geschriben het in das statpuech aus seinen zedeln, registeren vnd quateren.