pinsel,
obd.
pensel,
der
;-s/–
;1.
›Stab (aus Holz) mit an einem Ende eingesetzten Borsten; Pinsel‹; vorwiegend Gerät zum Malen; auch bildl.Bedeutungsverwandte:
.Syntagmen:
den p. brauchen / machen / nemen, zum fenster hinauswerfen, jm. an den mund heben
; der p
. (Subj.) etw. entwerfen / schreiben, jn. malen
; ane p. etw. gebilden, mit dem p. etw. (an)streichen / malen / ziehen
; natürlicher / reiner / scharfer p
.; der p. gottes, des blickes / malers, der natur
; die farbe des pinsels
; der p. zum leim
.Wortbildungen:
pinselmachen
pinselstrich
pinselwerk
Belegblock:
die tugent mit ir pinsel hat an dine stirne gemalet.
Ebd.
122, 14
: dich an der rime pinselstrich, | daz liebet dich.
dise ziren so schon obir al | der brut gemelde und iren sal, | daz in nimmer maler gemalte baz, | der ie obir pinselwerke gesaz.
daß sie nicht anders / als die Mahler den Pinsel / zum Fenster hinaus werffen wolten.
min pinsel alle dön entwarf.
Ebd.
1027
: was sinnes pinsel künste treit, | die was gar an den tron geleit.
Ebd.
1388
: die dritte rede stark und scharf | der pinsel der Natur entwarf.
Gotes naturlich pensel scharf | In molet selber.
Ebd.
4472
: Er nem nuͤr sin pensel rein | Und habt in an iren roten munt.
sie hat zwu glimpfige agbröhnlein klein, | als het man sie gestrichen | mit ainem scharpfen bensel dar.
Hannsen Singer, dem maler, sein beger des pennselmachens und feilhabens halben ableinen.
Zum Lym eyn Benselin vnd eyn Düpffen.
Welich hertze hab in rechter stete | Mines pensels varb enpfangen eben.
Ebd.
1083
: Du strichest auch oft und dicke | Mit blickes pensel nuwe varbe.
nün bin ich doch kain maler nicht; | wie moͤcht ich den min angesicht | gebilden in din hertz ǎne bensel?
Pensl, Kompt von dem wort Pingo, is, ere, mahlen Pinsl oder pensl / das instrument / damit solches werck geschicht.
Ir brawne bra gestrichen | Mit einem pemsel warn dar.
er straich dich aus seins herzen saft | mit scharfen pemslen ungezitert.
Schmitt, Ordo rerum
163, 11
; Haltaus, Liederb. Hätzlerin ;
Voc. inc. teut.
c iiijr
; Öst. Wb.
2, 1014
; Gleinser, Anna v. Diesb. Arzneib.
1989, 53
.2.
›Bausch (zur Versorgung von Wunden); Putzlumpen, Bürste‹.