pfinnig,
pfinnich(t),
Adj.
›mit blasenartigen Larven des Bandwurms durchsetzt‹; auch ütr. ›schlecht, verwerflich‹;
zu .
Syntagmen:
pfinniges fleisch / schwein
.Belegblock:
Ob ainicher metzger pfyndig sweininflaisch, farren- oder schaffflaisch abgetan hett, der soll das ausserhalb der schyrnen […] fail haben.
Wizzet, daz kein vleischower sol under den benken pfinnecht vleisch noch sûwin vleisch […] mit nichte veile haben.
Sy soln ouch in der wochin kein pfinnecht fleisch […] veyle habin one uff den tischin alleine.
Er sal auch in der wochen keyn pfinnigk schwein schlachten, noch veihl habenn.
Man sol auch kain pfinnigs noch kain farreins unter den pencken vail haben.
Darauf so habt ir gut gemach, | Und ain alte schelmige ku | Und ain pfinnige sau darzu.
Das die […] saw pfinig ist, | So thuet sich der hausherr ir schemen.
Fragstu, ob auch die vernünftigen prelaten, geistliche do anhangten solcher pfinniger lere.
yedoch es wolt dy kaz pfinnig werden, das es am sontag den 20. junii von baiden tailn volchomlich compromittirt und denselben verpentt ist worden.
Si slahend nach dem beken eben, | Si wend nur pfennwerdig würst geben | Und machends denn als klain, | Si sigind pfinnig ald rain.
Darnach ist gesetzet, daz enkain metcger pfinnich flaisch und swinis under der metcge niht vail sol han.
welher under in schwine flaisch metzgoti oder schluͤg, das pfinng wurde oder waͤr.
das die, die under in schwinig flaisch schluͤgen, die pfing wurden, diu selben schwin also frisch sielzen.
Und ob sie pfinnige swein darunder finden, so sol in der geloben, der sie fail hat.
so soll er die [swein] schawen lassen der statt Nördlingen gesworn schowmaistern, die darüber gesetzt sein, ob die schön oder pfinnig seien.
Phinnehtiges flesch sol dehain fleschecher vail haben, ez sei denne auf tischen var den fleschtischen […] und sol ez auch den lauten sagen, di ez chaufen wellent, ez sei phinnich.
Chein vlaehschaechel sol chein pfinniges vleihsch vail haben, niur vor der vlaehschpanch.
Pfinnichs, wolfpaizzichs flaischs und swaz der juͤd ersuͤcht, daz suͤllent di flaischacher fail haben vor irn penchen.
hat er [fleischhacker] dann phinigs flaisch fail, so soll er ain ströbens kränzl aufhaben.
ob ihr ainer [fleischhacker] ain pfinigs schlueg und daß sich sichtiglich erfunt, wolt er daß außschraten.
man rugt auch das zwen buriger sullen geseczt sein uber das fleisch die das beschawn. und ob es phinnacht ist, so sullen se das untersagen.
Auch süllen sy altzeit als das fleisch peschawen, das in den pengken ist, das das Rain vnd gerecht ist vnd nicht stingk und noch mad essig noch phinnod sey.
Voc. inc. teut.
t iv
; Schmitt, Ordo rerum
470, 37
;