oximel,
wohl
das
;
als
lat.
oximeli
o. ä.
›Essig-Honig-Mischung‹
(
Georges
2, 1422
), dies aus dem Griech.
›aus Essig, Honig und weiteren Ingredienzien zubereitete (s.
Krünitz, Oeconomische Enzyklopädie
25, 37
), mit Wasser gemischte und dann vergorene Latwerge‹, der verschiedene Wirkungen zugeschrieben werden (harntreibend, kühlend, Knochenbrüche heilend); teils negative Beurteilung als Beispiel für gängige Betrügereien; hinsichtlich der Wirkung bei der Heilung von Knochenbrüchen liegt offensichtlich eine Verwechslung mit
oxicrocium
vor.

Belegblock:

Follan, Ortolf. Arzneib.
24, 6
(
rib.
,
1398
):
Jst et auer von keldene, so sal man eme to vorne geuen dry dage dry leffel vul oximel dwreticum.
Ebd.
125, 8
:
Js et von kelde, so helf eme alzo. Nym eyn punt oximell vnde gef ez eme alle morghene vnde auende.
Lemmer, Brant. Narrensch.
81, 23
(
Basel
1494
):
Mit roͤsten / bachen / pfeffer bry | Voll zucker / wurtz / vnd spetzery | Geben wir eym eyn oxymell.
Roloff, Brant. Tsp.
326
(
Straßb.
1554
):
Die aͤrtzt im harnglaß mich [warheit] umbtriben | Die apotecker ein oximel für triackers schriben.
Weitz, Albich v. Prag
149, 8
(Hs. ˹
oobd.
,
A. 16. Jh.
˺):
nym regenwurm vnd misch sy mit oximel vnd denn mach ain pflaster vnd leg es auff den pain bruch.
Follan, a. a. O.
133, 6
;
135, 12
.