oximel,
wohl
das
;›aus Essig, Honig und weiteren Ingredienzien zubereitete (s.
Krünitz, Oeconomische Enzyklopädie
), mit Wasser gemischte und dann vergorene Latwerge‹, der verschiedene Wirkungen zugeschrieben werden (harntreibend, kühlend, Knochenbrüche heilend); teils negative Beurteilung als Beispiel für gängige Betrügereien; hinsichtlich der Wirkung bei der Heilung von Knochenbrüchen liegt offensichtlich eine Verwechslung mit 25, 37
oxicrocium
vor.Belegblock:
Jst et auer von keldene, so sal man eme to vorne geuen dry dage dry leffel vul oximel dwreticum.
Ebd.
125, 8
: Js et von kelde, so helf eme alzo. Nym eyn punt oximell vnde gef ez eme alle morghene vnde auende.
Mit roͤsten / bachen / pfeffer bry | Voll zucker / wurtz / vnd spetzery | Geben wir eym eyn oxymell.
Die aͤrtzt im harnglaß mich [warheit] umbtriben | Die apotecker ein oximel für triackers schriben.
nym regenwurm vnd misch sy mit oximel vnd denn mach ain pflaster vnd leg es auff den pain bruch.