osterluzei,
die
;
aus
mlat.
aristo-, astroloica
(
clematis, rotunda
?);
zur Formenvielfalt s.
Marzell
1, 390
.
›Osterluzei, Aristolochia Clematitis L.‹; zu verschiedenen Zwecken gebraucht, z. B. zur Köderherstellung, für Heilzwecke.
Zur Sache:
Marzell
1, 389
 ff.; vgl. auch
Lex. d. Mal.
6, 1517
und . Gehäuft fachliche Texte.
Wortbildungen:
osterluzeiwurz
.

Belegblock:

J. W. von Cube. Hortus
110, 13
(
Mainz
1485
):
diß krut [Platearius] glichet in syner natuer der osterlotzy vnd sunderliche das puluer do von.
Ermisch u. a., Haush. Vorw.
185, 34
(
osächs.
,
1570
/
7
):
Eine hand voll rosen, [...] in ein reusen oder netz gelegt, locket viel fisch zu sich. Das thut auch runde osterlotziwurz.
Ebd.
199, 15
:
Senf. Runde osterlotziwurz. Wild munzkraut. Gestossene eberwurz. Hauswurz. Baldrianwurz. Biebenellwurz
(als Kräuter zur Herstellung von Ködern).
Haage, Hesel. Arzneib.
13r, 13
(Hs. ˹
noobd.
/
md.
,
E. 15. Jh.
˺):
So dye wurem baxen in den oren oder sonst dar ein kummen, so sol man toste nemen oder ostinuczze und mule daz und treuf daz in dy oren, so sterben sie.
Voc. Teut.-Lat.
p jr
(
Nürnb.
1482
):
Holwurtz, aristoloia. agacia osterluzi.
Maaler (
Zürich
1561
):
Runde Osterlucey. Aristolochia, herbæ nomen.
Rauwolf. Raiß
13, 18
;
Lehmann, Rezeptb. S. 
231
;
Gleinser, Anna v. Diesb. Arzneib.
1989, 217
.