osterland,
das
;–/-Ø
;›vom Betrachterstandpunkt aus gesehen östlich liegendes Land, östliche Landschaft‹; extensional kann das Osterland um Leipzig, eine östliche Landschaft Oberdeutschlands, mehrfach Österreich (in einem ungefähren geographischen Sinne), generell der Orient (im Sinne von ,Morgenland‘) gemeint sein; vereinzelt auch als Richtungsangabe gebraucht;
Wortbildungen:
osterländisch
Belegblock:
Do nam der gute Ysidorus | Moysen unde liez ouch in | Durch daz venster schouwen hin | Daz da gienc uf osterlant.
Daz [...] herr Friderich Margraff zu Mysne [...] ubereyn komen ist mit synen landen vnd Steten in dem lande zu Misne, zu Plysne vnd in dem osterlande alzo, daz [...].
Wir Wilhelm [...] marcgrave zcu Misen in dem Osterlande [...].
auch etliche stede, als Nurenberch, Strassberg, oisterlinsche stete, also das man wenich hoffnong hat, das das reich vil steur zu dissem colnischn kreich toin wurde.
Er [Herodes] horte Augustus kumen | Zu schaffen sinen vrumen | In stat Rodum genant | Und ouch in di osterlant.
[Senno] kam in Teutschland bey die See [...] / vnd in Meissen / Osterland vnnd vmbliegende / welche zu der zeit alle an das Koͤnigreich Trier gehoͤrten.
Ebd.
17r, 24
: Also wichen die Wenden in das Osterland vnd Meissen.
Die namhafftig stat, Wien genandt. | An der Thonaw im Osterland, | Gantzen Osterreichs die haubtstat.
Petrus der zwelfbote besas noch unsers herren martel den priesterstuͦl in den osterlanden 4 jor und sang do sin erste messe.
sy steckten die gezelde in hiehabarim in der wúst die do schauet moab
.
gegen dem lande osten [Var. um 1475-1518:
osterland;
gegen der sonnen auffgangLuther
1545, 4. Mose 21, 11: ].
das sich nemannt wolltt in solliche gefarlichkaitt gebenn, das ich sag, das weder auss dem Osterland noch Beyer oder Ullm, Nyrberg, Augspurg neimand vorhanden wase.
ain J mit perlain, H zuhant, | topasion genant, | E unzetrant von smaragd keusch und fein, | ain S, rubin von osterlant, | ain V, saphir bekant, | ain diamant sein S dapei behüt.