ors,
›Pferd als edles, schnelles, für Kriege, Turniere u. dgl. gebrauchtes Reittier‹.
Gehäuft ˹älteres und mittleres Frnhd.; Verstexte˺.
Syntagmen:
ein / das o. fangen / geben / gebrauchen / satteln / verbiegen / wollen, mit den sporen nemen, unter augen bringen, gegen dem weig werfen, jm. ein o. bieten
; das o
. (Subj.) schnelle sein, in den streit, irrig im walde laufen, von etw. ersterben, achter dem felde daniederliegen, sich auf die feinde keren
; j. auf dem o. reiten, auf die grüne erspringen, js. herz mit dem o. stolz zu spere sein, j. von orsen auf das land springen, vom o. tot zur erden länden, zu dem ors gehen
; das beste o
.Belegblock:
Sie [gliznere] sin also snel als ors | Swa sie zuen sunden regent sich.
Swer cleider wolde, ors, silber, golt, | der keme und neme koniges solt | und reche des riches anden!
orse ind pert | begonden sy vp ir viande keren.
Di vrouwe sal gebin zcu heruette ires mannis swert vnd sin vrs odir sin beste pfert gesatilt vnd das beste harnasch.
Gold, silber, orss und reich gewant | Gibt er mit edeleicher art.
mein örsch schreit gen des maien schilt, | des tüt der esel lachen.
Zw hannd si wider wurffen | dy ors vmb gen dem weig, | alls si wol preis pedurffen.
[Hector] er schlueg den künig durch dy prust, | das er vom ors zer erden todt muest lenden.
do gehoͤrt czu dez mannez beste oͤrse vnd phert gesatelt.