omen,
das
;aus
lat.
ōmen
›Vorzeichen‹
(Schulz/Basler
); die beiden erstgenannten Belege (3, 248
Rieder
) könnten auch zu dem bei angesetzten Ome
›Angst, Schrecken‹
gehören, das dort auf afrz.
oimé
, so viel wie ›O weh‹
, zurückgeführt wird.›Vorzeichen, das etw. Gutes oder (meist) etw. Böses, Schreckliches, z. B. eine schwere Strafe, ankündigt‹.
Alle Belege alem.
Belegblock:
Der ander sin, der oͮch in allen buͤchern von dem oͮme geschriben stot, ist von dem kúnftigen großen getrenge der heilgen kirchen.
Dis ist die uz gerechente hinderste zit wlgariter daz oͮme, in dem die cristenheit vil iore gestanden ist in grossen swencken und in zitternder vorhten vor dem himelschen vatter.
Solliche anzaigung der hürten wardt von vil verstendigen für ein besonders glücklichs omen vermerkt.