odermenig,
›Odermennig, Agrimonia Eupatoria L.‹; eine Pfalnze; infolge etymologischer Undurchsichtigkeit sowohl im ersten wie im zweiten Bestandteil volksetymologisch in verschiedene Richtungen umgedeutet.
Zur Sache:
Marzell
ff.; dort auch nähere Angaben zur heilkundlichen Verwendung; s. auch 1, 139
Lex. d. Mal.
; 6, 1349
Hwb. dt. Abergl.
.6, 1183
Bedeutungsverwandte:
.Belegblock:
Ein gut pflaster zu der vistel vnd zu seren dingen. Dorzu nym odermenig vnd nachtschatten vnd wegreich vnd roten wein vnd seud daz dorjnn wol vnd truck es durch ein tuch.
Ebd.
93
: Wiltu ein grün wunt-salben machen, so nym, [...] vnslitt vnd j firdung wachs vnd j firdung gloriet vnd nyme denn alberproß vnd zustoß die vnd seud sie [...] – vnd spitzigen wegreich vnd odormeng.
Wermu͂t / oderming / garb / [...] / die sol man nützen / das ist guͦt das man die sied vnd trinck.