odermenig,
die
;
über
mhd.
odermenie
aus
lat.
agrimonia
().
›Odermennig, Agrimonia Eupatoria L.‹; eine Pfalnze; infolge etymologischer Undurchsichtigkeit sowohl im ersten wie im zweiten Bestandteil volksetymologisch in verschiedene Richtungen umgedeutet.
Zur Sache:
Marzell
1, 139
ff.; dort auch nähere Angaben zur heilkundlichen Verwendung; s. auch
Lex. d. Mal.
6, 1349
; .
Bedeutungsverwandte:
.

Belegblock:

Alberus (
Frankf.
1540
):
odermenig / ist das recht leberkraut / erfunden vom koͤnig eupator.
Keil, Peter v. Ulm
40
(
nobd.
,
1453
/
4
):
Ein gut pflaster zu der vistel vnd zu seren dingen. Dorzu nym odermenig vnd nachtschatten vnd wegreich vnd roten wein vnd seud daz dorjnn wol vnd truck es durch ein tuch.
Ebd.
93
:
Wiltu ein grün wunt-salben machen, so nym, [...] vnslitt vnd j firdung wachs vnd j firdung gloriet vnd nyme denn alberproß vnd zustoß die vnd seud sie [...] – vnd spitzigen wegreich vnd odormeng.
Arndt, biechlin
A iiijr
(
Freiburg
1523
):
Wermu͂t / oderming / garb / [...] / die sol man nützen / das ist guͦt das man die sied vnd trinck.
Eis, Albrants Roßarzneib.,
37
;