obstehen,
V., unr. abl.
steht meist in Verweis- sowie Absicherungsformeln der Art
wie obstet
(
-stat
) für: ›wie oben beschrieben‹; als Part. auch attr. gebraucht, dann: ›oben beschrieben‹ [+ Subst., z. B.
zeichen
]; zu (Adv.) 2, vgl. 9.

Belegblock:

Köbler, Ref. Franckenfort
84, 4
(
Mainz
1509
):
Vnd sol alßdan mit verkeuffung solcher pfand gehalten werde͂ wie obstett.
Küther, UB Frauensee
390, 42
(
thür.
,
1530
):
Das nun diß alles wie obsthet [...] geschen ergangen und volandt sey, so [...].
M. Cunitia. Ur. Prop. (
Öls
1650
):
Am Rande die grad der obstehenden Zeichen.
Edlib. Chron. (
ohalem.
,
um 1500
):
der krieg den man nempt den alten zürich krieg von den landen wegen erhept war gericht als obstat.
Grothausmann, Stadtb. Karpfen
159, 11
(
mslow. inseldt.
,
1625
):
Ist ihm derhalben obśtehende poen nach außgeśtandner takh gefängnüs irrogiret worden.
Franck, Decl.
332, 2
;
Sudhoff, Paracelsus ;
Barack, Zim. Chron. .