obschweben,
V.
1.
›vorangehen, als Richtschnur dienen, in religiöser / rechtswirklicher Würde übergeordnet sein‹.Bedeutungsverwandte:
.Belegblock:
Ob gleich Christus das Euangelion gestifftet, [...], Doch das unangesehen, wir die herrn aller herrn urteilen, das unser Canones und gewonheit sollen furgehen und obschweben.
ich bin [...] urpeutig, [...] mich underweisen zu lassen, mein leer und buͤcher jederman willicklich zu untergeben, [...] und anzunemen, nichts außgeschlossen dann allein das heilig, frei, lauter und klar wort gottes, das billich soll obschweben und aller menschen richter bleiben.
Auffm Wasser offt Schiff wern vntergangen, | Hett nicht obschwebt des Creutzes Fahnen.
2.
›anliegen, in der Luft liegen, bevorstehen, drohen‹.Belegblock:
daruf ward man raͤtig / mit vilfalltiger erwegung aller ob schwaͤbenden dingen / das [...] / jetz nit guͦtt noch kumlich waͤr mit disputatzen umzgan.