nusbaum,
der
;
-(e)s/-bäume
, auch
+ Uml.
›Nußbaum‹; in der Regel auf den Haselnußbaum bzw. -strauch, metonymisch auch auf das für Ziergegenstände verwendete Holz bezogen; in den Belegen erscheint
nusbaum
unter rechtlichen, therapeutischen Aspekten, auch unter Aspekten religiöser Deutung; teils ist der Nußbaum Grenz- oder sonstige räumliche Orientierungsmarke;
zu 1, 1.
Phraseme:
der welsche nusbaum
.
Wortbildungen:
nusbäumen
,
nusbaumgarte
,
nusbaumholz
,
nusberg
.

Belegblock:

Quint, Eckharts Trakt. (
E. 13.
/
A. 14. Jh.
):
Birnboumes sâme wehset ze birboume, nuzboumes sâme in nuzboum.
Ermisch u. a., Haush. Vorw.
14, 18
(
osächs.
,
1570
/
7
):
soll ein gutter hauswirth keine nußbeume umb die felder pflanzen [...], dann der schatten ist sehr böse.
Ebd.
120, 20
:
Wer welsche nußbeume oft von einer stell zu der andern setzet, so wirdet der kern groß.
Kläui, Urk. Hermetschwil
46, 25
(
halem.
,
1427
):
ein akkerbletzli, lit ob dem Graben zuͦ den druͥ nusboͧumen.
Maaler (
Zürich
1561
):
Nusszbaumgarten (der) Ort da man nussen züchtiget oder pflantzet. Nucetum, Nusszberg. Nusszboͤmin. Nuceus.
Hauber, UB Heiligkr. (
schwäb.
,
1432
):
ze wissent wer, das der hoff gemain waͤr und ouch die nussboum.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat. (
oobd.
,
1349
/
50
):
VON DEM NUZPAUM. Nux haizt ain nuzpaum und kümt von dem wort noceo, daz haizt schaden, [...], wan der paum und seiner pleter kraft schadet dem næhsten paum.
Bauer u. a., Kunstk. Rud.
624
(
oobd.
,
1607
/
11
):
ein welscher weibskopf, das har mit blowen nesteln gebunden, das räumlein von nußbaumb.
Ebd.
1158
:
Ein ablang gefierter tisch, [...], der fuß von nußbaumholz.
Keil, Peter v. Ulm
275
;
Fuchs, Murner. Geuchmat
5, 11, 7
;
Merz, Urk. Wildegg
56, 20
;
Bauer u. a., a. a. O.
622
;
Bremer, Voc. opt.
48165
;
Vgl. ferner s. v. 1.