numerdum,
Interj.
oder
Subst.;
aus
lat.
in nomine domini
.
Ausruf des Entsetzens, etwa: ›in Gottes Namen‹; subst.: ›Unfug, Ketzerei, Durcheinander‹.
Älteres und mittleres Frnhd.

Belegblock:

Reissenberger, Väterb. (
md.
, Hs. 
v. 1406
):
,Ey numerdum‘, sprichstu, | Wie ist ditz chomen zu | Das [...].
Mayer, Folz. Meisterl. (
nobd.
,
1517
/
8
):
Vil sint die ietz begine | Zu dichten von der hoch 3 falt | [...] | Wurtz durch ein ander, wie er mag, | Und macht ein nomerdum in den persone.
Fischer, Folz. Reimp.
14, 186
(
Nürnb.
um 1520
):
„Hewt, so der her wirt seyn engegen, | So sag ich ym auch danck darümb.“ | Do sprach die fraw: „was, numerdum, | Wolt ir uns darmit erst andrehen?“
Ebd.
22, 70
(
1483
):
Berüfften ein concilium | Auff das ein sülcher numerdum | Im glauben allbeg würd getempfft.