nitrum,
auch
nitter,
das
;
aus
lat.
nitrum
( s. v.
niter
).
verschiedene feste oder flüssige Stoffe, die allein oder in Vermischung mit anderen als Arzneimittel gegen verschiedene Krankheiten (
aussaz
3,
gelbsucht
,
jucken
,
räude
,
schäbigkeit
) zum
heilen
1; 2,
stärken
1 eingesetzt werden.
Bedeutungsverwandte:
.
Wortbildungen:
nitrisch
,
nitrosisch
.

Belegblock:

Belkin u. a., Rösslin. Kreutterb.
198, 17
(
Frankf.
1535
):
mit harz / Terpentin vnd gebrantem kupffer vnd nitro vermischt / hilffet es [gruͤnspan] den aussetzigen.
Voc. Teut.-Lat.
x vv
(
Nürnb.
1482
):
Nyter ein ding als glas.
Sudhoff, Paracelsus (
1526
/
7
):
etlich melancholiam als sena, also zuverstehen gleich dem nitter, der solvirt mit im die lapides und sonst nichts.
Ebd. (
1536
):
wo aber geschulst und hiz wer, das leg zu dem plumosischen und nitrischen.
Maaler (
Zürich
1561
):
Niter. Tnicar. Ein ding dem saltz gleych an der natur vnd geschmack / doch bitterer. Nitrum.
Memminger Chron. Beschr. (
Ulm
1660
):
drey Theil subtilen schwefelechten Vitriols / zwey Theil Nitri [...] zu staͤrcken vnd zu heilen.
Ebd. :
Wegen deß Nitrosischen Saltzes werden gdachte Kraͤfften nicht nur vermehret / sondern es hilfft auch wider alle Vnreinigkeit der Haut.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat. (
oobd.
,
1349
/
50
):
Nitrum haizt spat. der stain ist weizlot und durchsihtich nâhent sam ain glas. [...]. der stain hât die kraft, dat er zuo im zeuht und entsleuzt und ist guot für die gelsuht.
Belkin u. a., a. a. O.
164, 2
;
Sudhoff, a. a. O. ;
Barke, Spr. d. Chymie.
1991, 306
 f.;