Pfefferl, Weigel. Ges.
13, 22
(
Hamb.
1646
):
Ich muß mihr auch absterben vnd mit Christo begraben werden, auff das ein newer Mensch in mir aufferstehe.
Do kompt die gnade von oben herab vnd machet vns wider new.
Das geistlich volck, durch die tauff Christi newe geschaffen, kan diß dinck vorsteen.
das eyn yglich Christen mensch ist zweyerley natur, geystlicher und leyplicher. Nach der seelen wirt er eyn geystlich, new, ynnerlich mensch genennet, nach dem fleysch und blut wirt er eyn leyplich, allt und eußerlich mensch genennet.
O wie ein froelich hertz wird sie da gehabt haben, da wird sie aller puͤffe und anstoͤse vergessen haben und nicht anders gewesen sein, denn als were sie newgeborn.
Eyn ander syn, muth, haudt muß do werden, Newgeboren, Non Cappa, platta et externis. Der alte Adam bleybet dennoch daryn.
Wer gleubet und sich teuffen lesst, / Sol dadurch selig werden, / Ein newgeborner Mensch er heisst, / Der nicht mehr koͤnne sterben.
Ders. Hl. Schrifft.
Offb. 21, 1
(
Wittenb.
1545
):
ich sahe einen newen Himel / vnd eine newe Erden / Denn der erste Himel vnd die Erste Erden vergieng.
Quint, Eckharts Pred.
(
E. 13.
/
A. 14. Jh.
):
wir werden ûzgeborn und wider îngeborn und werden niuwe geborn und âne mittel geborn in dem sune.
Ze dem dritten mâle sprichet er, daz disiu ,stat‘ ,niuw‘ sî. ,Niuw‘ heizet daz daz ungeüebet ist oder daz sînem anvange nâhe ist. Got ist unser anvanc. Swanne wir mit im vereinet sîn, sô werden wir ,niuwe‘.
Jostes, Eckhart
4, 37
(
14. Jh.
):
Der sun ist ewiclichen gewesen in dem vater, und er gebirt sinen sun an underlaz, und die geburt ist alle zeit newe. Waz bei sinem angang ist, das ist newe.
Hübner, Buch Daniel
(
omd.
, Hs.
14.
/
A. 15. Jh.
):
Den vierden ich ouch pruve | Gebrechens wesen nuwe | An alle sim geberde | Dem Gotis sune werde.
Strauch, Par. anime int.
59, 7
(
thür.
,
14. Jh.
):
Got gibit sich in der sele alliz nuwe in eime gewerdine.
Reichert, Gesamtausl. Messe
14, 31
(
Nürnb.
um 1480
):
Herre, zeuch oder schleyff mich auß den alten menschen mit seinen wercken und schleyff mich ein mit einem newen menschen, der da nach Got geschaffen ist in aller gerechtikeyt, heilikeit und warheyt.
zu Dohna u. a., Staupitz/Scheurl
35
(
Nürnb.
1517
):
In disser neuen geburt sein der vatter: got, die muter: der will, der erweckend samen: die verdinstnus unsers herren Jesu Christi.
wo die lieb gots – nit sein selbst – ist, wo gehorsam – nicht die erwelung
[hier: ›Eigenbestimmung‹]
– ist, do [...] kan die gemeinschaft anderst nit dann himlisch, die werk götlich und die zung neu sein.
Vetter, Pred. Taulers
(
els.
,
1359
):
Denne súllent sú mit núwen zungen sprechen, daz ist: der mensche sol die alte natúrliche zunge zemmen.
Gilman, Agricola. Sprichw.
1, 533, 1
(
Hagenau
1534
):
Der alt mensch und Adam muͦß sterben / der new mensch unnd Christus muͦß erstehen.
Es ist ein groß underscheid zwischen den irdischen und himblischen, das ist alten und neuen gepurt. darumb in der neuen gepurt sollen wir auf nichts irdisch mehr achtung haben.
Brett-Evans, Bonaventuras Leg. S. Francisci
52, 13
(
önalem.
,
v. 1478
):
(die) volkumen abziehung des alten menschen vnd anlegunge des nùwen menschen.
McClean, Havich
192
(
moobd.
, Hs.
15. Jh.
):
sy werdent hie mit rewe | wol ledig und auch newe | und rain von allen ir̈n schulden.
Bauer, Imitatio Haller
49, 13
(
tir.
,
1466
):
Also würt auch der mensch, der sich gancz ist kcheren czue got, [...] verkchert czue ainem neüen menschen.