netze,
die
;
schwach belegt.
›Feuchtigkeit‹ (z. B. im humoralpathologischen Sinne; auch ütr. im Sinne von ›als Befruchtung metaphorisierte Gnadengabe‹); speziell: ›Urin‹ sowie ›„Tränenfeuchtigkeit‹, deren Ausbleiben beim Hexenprozeß als Indiz für Zauberei gewertet wurde“ (; a. 1649);
zu
1
2; 6.
Bedeutungsverwandte:
; 1.
Wortbildungen:
nezde
›Urin‹ (dazu bdv.: vgl. , ).

Belegblock:

Luther, WA (
1530
):
Dat per hoc Christianitati ein netze, das sie deste suͤsser, feiner da von wachsse.
Schmitt, Ordo rerum
166, 24
(
rhfrk.
,
1414
):
Vrinale [...] eyn glaz da man netcze yn besyet.
Ebd.
353, 8
(
rib.
/
nd.
,
2. Dr. 15. Jh.
):
Vrina harm [...] neczede.
v. Liliencron, Dür. Chron. Rothe (
thür.
,
1421
):
etzliche ritter lecketen yssen unde steyne, etzliche truncken öl, etzliche ir eigen netze.
Sudhoff, Paracelsus (
1527
):
das die, so alein in dem lauf bleiben, in der selbigen coniunction sollen geschlagen werden, und die, so mit der neze bewegt werden, solen nach der coniunction geschlagen werden.