nespel,
›Mistel (als Strauch wie als Frucht)‹.
Gehäuft obd.
Phraseme:
j. hat die nespeln nicht alzeit gereinigt
›j. hat nicht immer gesetzesgetreu gehandelt‹.Bedeutungsverwandte:
vgl. .Syntagmen:
nespeln ansehen / nemen
(als Arznei) / essen
, in arznei weise nützen, der apfelbaum nicht nespeln tragen
; nespeln
(Subj.) in dem leibe fest machen, die übergalle vertreiben, den magen stärken, nicht aus colera wachsen
; der nespeln als einer arzenei bedürfen
.Wortbildungen:
nespelbaum
Belegblock:
er wolle damit anzeigen [...] daß einem jeden seines Naͤchsten oder Gesellen Brot besser schmecke als das seine / vnd daß auch er
[Statthalter]
die Nespeln nicht allezeit gereiniget. Nespelen machet vaͤste yn dem leybe vnd vertribet ubergelle.
sehet an die nesplen, sie wachst weder aus colera noch aus melancholia, sie wachsen aus der confluenz der anatomei.
so sie [natur] ein nesplenbaum in der anatomei hat, so wird ein nespelnbaum.
VON DEM NESPELPAUM. Mespilus oder esculus haizt ain nespelpaum. der paum hât nâhent pleter sam ain küttenpaum.
oͤpffel, pyren vnd nespeln bedörffen wir nit als eyn speyse, sunder als eyner arcztey.
Barack, Zim. Chron. ;
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Vgl. ferner s. v. .