neiden,
V., unr. abl.
sowie regelmäßig; vgl. . – Meist Texte der weiteren Sinnwelt ,Religion / Didaxe‘.
1.
›jm. mißgünstig sein‹ (vereinzelt); ›jm. mit Mißgunst begegnen; jn. beneiden, jm. dasjenige, was man selbst gerne hätte, nicht gönnen‹; ütr. auch von Sachen gesagt; zu (der
) 1.Syntagmen:
j. n
. (absolut); sich n., sich darum n., das [...]
; j. jn. n
. (z. B. Rahel ire schwester, ein geist den bischolf
), j. etw. n
. (z. B. der feind die liebe
), etw
. (Subj.) etw. n
. (z. B. ein baum den cederbaum
), j. jn. erbärmiglich, um etw. neiden
; subst.: neiden weh tun
; die pein des neidens
.Wortbildungen:
neidschen
Belegblock:
umb was mich dieser neidet, | ist, an dem er Mangel leidet.
Darumb
[um
vieh]
neideten jn die Philister. Ebd.
Pred. 4, 4
: Jch sahe an Erbeit vnd Geschikligkeit an allen sachen / Da neidet
[nd. Bibel 1478:
benyden;
geneydet vn̄ gehaßtFroschauer
1530: ;
voll haß vn̄ neidts [...] warēDietenberger
1534: ]
einer den anderen. Ebd.
Hes. 31, 9
: das in (cederbaum) alle lüstige Bewme im garten Gottes neideten.
Herre min
[Bezug auf
Danyel],
din troum si der | Die dich niden! odir swer | Vientschaft trage kegen dir. Nu nideten in die tufele, das er so beltlichen ane vorchte wider menschliche nature getorste tun.
in derselben [Quell-geister] trieb leben / da beisset / stoͤsset und neidet sich alles nach der qualitaͤten arth.
Sagt uns war umb oder wie | Ewer fraw uͤch nyde und sy gehaz!
dieselben nieden auch die, die große pfrünt hetten.
Mein feindt und mißgünner von mir; | Die haben mich genieden sehr.
Wann do rachel gesach. das sy was vnberhaftig. sy naide ir schwester.
Mit neide hab ich genidet
[Var. W, Hs. 15. Jh.:
gelibt;
geeiuertEck
1537 / Luther
1545, 1. Kön. 19, 10;: ]
vmb den herren got der here. so enhet doch ain mentsche deste me der es da nidot, und enhet ouch deste minre nit so ez aim wol gat.
Ach senliches leiden | meiden, neiden, schaiden, das tüt we.
Der alt wurm der pös geist, [...], der neidet vnd hasset den ersamen pischolffen Silluanum gar vast durch seiner heilikhait willen.
Kehrein, Kath. Gesangb. ;
Dietrich. Summaria
18v, 12
; Lindqvist, K. v. Helmsd.
2338
; Voc. Teut.-Lat.
x iijv
; 2.
›etw., über das ein anderer verfügt, zum Grund von Neid, Mißgunst machen; e. S., die jn. von etw. (z. B. von einer Norm, einem Plan) abführt, mißtrauisch, ablehnend begegnen, sie meiden‹; zu (der
) 1.Belegblock:
den gewin | Nidet die alde nater, | Der tuvelische vater.
daz ander punt ist ein nidung, die den geist ruket auzzer dem sin in daz, daz er do neidet.
Ob gleich ir wolfart und groß glück | All ir nachbawren naydn und hassen.
eine einborne tohter, die wolte er [erlich man] in ein closter segenen [...]. Dis neit der túfel.
Den schloff vaste myde | Vnd alle milch nyde.
Wen auch der mensch tuͤgent hasset an seinem eben menschen [...] das ist auch todsuͤnde: vellet aber ein mensch in neydung vnbetrachtigleichen so ist ez nicht todsuͤnd.
‒
Vgl. ferner s. v. .