nasloch,
vielfach
naseloch
, das
;-Ø/-löcher, -loch
.– Belege meist im dualisch zu verstehenden Pl.
›Nasenloch des Menschen (auch Gottes), größerer Tiere (darunter eines Fisches)‹; das Nasenloch erscheint in den Belegen als Körperraum des Riechens, als Ort besonderer Schönheit (beides selten), als Ort des Zornes sowie der Ungestaltigkeit, vielfach als Ort medizinischer Eingriffe;
Syntagmen:
die naslöcher rinnen / stinken, dem pferd die naslöcher triefen, dem ochsen die naslöcher weit sein, js. naslöcher eben gleich sein
; dem pferd öl in die naslöcher giessen, dem pferd in den naslöchern lassen, der ku etw. in die naslöcher schmieren, dem fisch durch die naslöcher eine wit winden, j. einen saft in die naslöcher lassen, wolle in die naslöcher stecken, in den naslöchern eine kraft zu riechen / schmecken sein, mit den naslöchern schnarchen, luft mit den naslöchern ziehen, rauch von js. naslöchern aufsteigen, dem ros zwischen die naslöcher drücken
; die naslöcher des fisches
; aufgeworfene / grosse naslöcher
.Belegblock:
sint czwe pferde gesant ken Danczk, eyn groes und eyn swarcz mit uffgeworffen naselochern.
Der safft von zwobeln in die naselocher gelaissen purgieren das heubt.
jn den henden ist ein crafft z tasten [...], jn den naselochern ein crafft zu riechen oder zu smacken.
Nim wenig baumwoll / vnde netze die [...] darunder misch das puluer von Antimonio / die wollen steck in die naßloͤcher / benimpt das bluͦten der nasen.
Job, machstu sunder strit | Durch sine
[des
visches Leviathan]
naselocher wyt | Eine starke wyt gewinden? gar wit sint im [dem Ochsen] die naseloch: | es muß ouch große ougen han.
wann er
[Gott]
ist in erzúrnet. Der rauch steyg auff von seinen nasloͤchern. Naris nasloh [...] nasloch [...] naßlócher [...] est foramen nasi; et potest dici ab hoc nomine Nar / Naris, quod est fluuius, qui duos habet meatus ad modum narium.
Wanne wir den luft steticlich mit dem muͤnde vnd mit den naßlocher ziehen yn die lung.
Knape, Messerschmidt. Bris.
13, 37
; Gleinser, Anna v. Diesb. Arzneib.
1989, 208
; Schmitt, Ordo rerum
337, 18
; ‒
Vgl. ferner s. v. .