morgens,
1.
›an dem Morgen, der auf einen aus dem Kontext hervorgehenden Tag folgt; am nächsten, nächst folgenden Morgen‹; zu (der
) 1.Syntagmen:
m. werden
; m. heimgehen, wegfärtig sein, zu tische gesitzen, niemand mit im
(refl.: ›sich‹) nemen, keines schenkens warten, ein tag m. anbrechen, bis m. schlafen
; m. (frü) vor tag, um 5 ur morgens
.Belegblock:
Da Dauid des morgens
[
früeMentel
1466: ]
auffstund / kam des HERRN wort zu Gad. so sol man am aubent mit der groͮssen gloggen lútten, und en mornent, so man richtten wil, so sol man aber lútten.
uf mentag [...] was gefangen ain Ziegler [...] in ainem turn, und den woltand si mornendes ertrenkt haben.
da seind die predicanten und die helfer all zuͤ 5 uhrn umb morgens zuͤ den statpflegern [...] geschickt worden.
sy [e. rat] es dises abentz thun, dann der herren vill weren sunst morgens wegfertig.
Kehrein, Kath. Gesangb. ;
Dierauer, a. a. O.
189, 16
; Jörg, Salat. Reformationschr.
252, 24
; Müller, Stadtr. Ravensb.
194, 10
.‒
Vgl. ferner s. v. .2.
›morgens, jeden Morgen, alle Morgen‹.Syntagmen:
m. zusammenkommen, sein gebet sprechen, ave Maria läuten, von der magd aufwischen, etw. auf die wunde legen, zu m. aufstehen
.Belegblock:
ietlicher zum wenigsten ein magt hat, von der er morgens auf wist, die hend wescht und ungebeicht mess list.
abends vnnd morgends spricht er sein gebet.
Wenn er zu Morgens thut auffstahn, | So hat er gleich so viel als vor.
‒
Vgl. ferner s. v. .