mitwesen,
V.
›gleiches Wesen haben, von gleicher Wesenheit sein‹; subst.: ›Wesensgleichheit; einem Wesen gemäße Umgänglichkeit; dieser entsprechender Umgang‹; zu [+ Subst.].
Obd.; Texte der Sinnwelt ,Religion / Didaxe‘.
Wortbildungen:
mitwesend
,
mitwesendheit
,
mitwesenlich
›wesensgleich‹,
mitwesenlichheit
›Wesensgleichheit, Konsubstantialität der drei göttlichen Personen‹ (dazu bdv.: , 7),
mitwesung
›Wesensgleichheit‹.

Belegblock:

Mayer, Folz. Meisterl. (
nobd.
,
v. 1496
):
Sie [vater, son] persänlich on zeit, weil oder stunde | Ein ander gegenwirtig sein | Ye icz und ewiclich | In mit wesung des geistes on entlich.
Bihlmeyer, Seuse (
alem.
,
14. Jh.
):
so muͦss in der gerivierten drivaltekait sin dú aller obrest und nehst mitwesentheit, dú hoͤhste glihheit und selbsheit des wesens.
Niewöhner, Teichner
462, 23
(Hs. ˹
moobd.
,
1360
/
70
˺):
der [poser lust] waet den menschen von himelreich | und ist poͤser lauͤt mit wesen.
Höver, Bonaventura. Itin. B
429
(
moobd.
,
1450
/
60
):
das da sey [...] aus der selben hochsten mit wesenleichait ain aller hochste gleichfigurleichait.
Ebd.
434
:
ainer ist von nott jm anderen durch ain allerhoͤchste mitwesenleichait ainer jegkleicher person oder selbstaͤndigkaitwesen jn der anderen mit wesen.
Drescher, Hartlieb. Caes. (
moobd.
,
1456
/
67
):
das der suͦn dem vatter und den selben payden der heylig geist gleich mitewesenleich ist.
Der heylig geist [...] ist in paiden, vatter und suͦn, mitgestendig und mit wesend der selben weishait und máchtikait.
Türk, Wortsch. Dietr. v. Gotha.
1926, 82
.