misdunken,
V.,
unr.
›Verdacht hinsichtlich einer natürlichen oder üblichen Eigenschaft, Qualität e. S. (einer Aussage, einer Ware, einer Wahrheit o.ä.) oder e. P. schöpfen, Zweifel an der Richtigkeit e. S. haben, etw. bezweifeln‹; vgl. [+ V.], (V.) 2.
Bedeutungsverwandte:
; vgl. 2, 4, , 7.

Belegblock:

Ziesemer, Gr. Ämterb.
706, 38
(
preuß.
,
1434
):
so misseduncket in das der pfeile so vil nicht ist gewesen als im wart czugeschreben.
Loesch, Kölner Zunfturk. (
rib.
,
um 1513
):
an wilchem doich of doicheren si in einichen gewainthuise misduchten, sullen si mit der vurs. zangen up ein blei zeichenen.
Kurz, Waldis. Esopus (
Frankf.
1557
):
Zum Esel trat er zuhin baß: | Mißduncken het er an der stimm, | Sie wer nit eines Loͤwen grimm.
Doch het er an dem Mann mißduncken, | Vnd dacht: „mit solchem frommen schein | Pflegt wol ein schalck bedeckt zu sein“.
Voc. Teut.-Lat.
qq vr
(
Nürnb.
1482
):
Zweiffeln. od’ mißduncke͂.