minie,
die
;
zu
mhd.
minig
(), dies aus
lat.
minium
(
Georges
2, 930
).
1.
›Bleirot, Mennige, hellrote Farbe aus Bleioxid (zum Färben, zur Herstellung einer Salbe, zu alchimischen Prozessen)‹.
Bedeutungsverwandte:
, , , ; vgl. .
Wortbildungen:
˹
minienkraut
,
minienwurz
˺ ›Päonie‹.

Belegblock:

Volkmar (
Danzig
1596
):
Minium, Bergzinober.
Jahr, H. v. Mügeln
603
(
omd.
, Hs.
1463
):
das silber wandel ich [Alchimia] in golt | [...] | alun ich nem und minium, | mit salze armoniacum.
Keil, Peter v. Ulm
235
(
nobd.
,
1453
/
4
):
nym rotes wachs xxxiiij, pegule lb, terbentin xxiij, minium borax, ana xxxij.
Dasypodius (
Straßb.
1536
):
Minien kraut oder wurtz. Pæonia.
Sudhoff, Paracelsus (
1536
):
also gibt sich auch vil vom brennen bei denen die mit queksilber umbgon, zinober machen, minien.
Bartsch, Reinfrid (
halem.
, Hs.
14. Jh.
):
ich wæn dâ mit man verwe, | ez sîge minwe ald zinober, | ir under mündel und der ober | tragent liehter varwe schîn.
Maaler (
Zürich
1561
):
Minien (die) Minium. Bergzinober. [...]. Mit Minien oder rubrick maalen. Miniare.
Rot
329
(
Augsb.
1571
):
Minien, oder Meni / vom Latein Minium. Berg zinober / welches man sonst Rubric nent. Schleyr farb nennens die Weyber.
Bauer u. a., Kunstk. Rud.
784
(
oobd.
,
1607
/
11
):
schöne krüglein gleicher groß, inwendig die deckel und geschirrlein von lautter minien gemalt.
Belkin u. a., Rösslin. Kreutterb.
92, 3
;
Sudhoff, a. a. O. ;
2.
›Erz, metallhaltiges Material; Bergwerk‹.
Bedeutungsverwandte:
2; 3, ; vgl. 2, 1.

Belegblock:

Rot
329
(
Augsb.
1571
):
Die Meni ist ein Berckwerck / wirt genommen auß schrollen einer breunleten farb. Wirdt sonst auch auß bley gemacht.
Dasypodius (
Straßb.
1536
):
Minien ertzgruͦb. Miniaria.