messerheft,
das
;
–/-Ø
oder
-e
.
›aus besonderen Holzarten, aus Knochen oder edelsteinartigen Materialien o. ä. gefertigtes Heft des
messers
, Messergriff‹; zu (
das
), 1.
Phraseme:
das messerheft (nicht) dem leib lassen
›die Herrschaft nicht dem
leib
, dem vergänglichen Teil des Menschen, überlassen‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl. 1.

Belegblock:

Joachim, Marienb. Tresslerb. (
preuß.
,
1404
):
9 fird. vor 12 messerhefte dem meister gekouft.
Adrian, Saelden Hort
1421
(
alem.
, Hss.
E. 14.
/
15. Jh.
):
La nit daz messer hefti halb | dem lip; er ist ain tumbes calb, | wilunt halber maͤnig.
Müller, Welthandelsbr.
297, 38
(
schwäb.
,
1514
/
5
):
rot holtz, da man messer heft in teutsch landen aus macht und wirt genant wilder sandell.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat. (
oobd.
,
1349
/
50
):
des paums holz ist gar hert und glat oder hæl und macht man mezzerheft dar auz.
Bauer u. a., Kunstk. Rud.
537
(
oobd.
,
1607
/
11
):
2 messerhefft von gelben augstein.
Ebd.
506
;
738
.