melfeist,
der
;
Gw zu
mhd.
veist
›Furz‹
().
›Mehlfäßchen, die Früchte von Crataegus oxyacantha L., Weißdorn, Hagebutte, Mehlbeerstrauch‹, so das Glossar zur u. a. Ausgabe;
vgl. am ehesten
1
1.
Zu
melveist
in den rezenten Mundarten s.
Dwa
11, 2
und 11, 3: Streubelege mit
Mehlfäßchen
o. ä. für ›Hagebutte‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl. ,
1
, .
Wortbildungen:
melfeistenstrauch
.

Belegblock:

Ermisch u. a., Haush. Vorw.
118, 19
(
osächs.
,
1570
/
7
):
Wan ein baum nicht tragen will, so soll man nehmen mehlfeisten und in den baum ein loch pohren bis an den kern und dieselben kern von mehlfeisten 7 oder 9 hienein thuen und darnach von mehlfeistenstrauch ein pflock machen mit schalen und alle, das das loch fuldt, und zuspunden, darauf zukleiben mit neuem leimen.
Ebd.
267, 12
:
Weysdorn heyst der, der dye melfeysten threcht, schwarzdorn ist der schledorn.