medei,
medel,
medaille,
das
(für
medel
),
die
(für die anderen Formen);
zu
mhd.
medele
›Heller‹
(), dies aus
frz.
médaille
,
ital.
medaglia
,
lat.
medalia
(wohl Mehrfachentlehnung; ; ).
›kleinere Münze, kleineres Zierstück; Wertstück, Medaillon; Kleinod‹.
Zur Sache und Rolle von
medei
in der Kunst und Volksfrümmigkeit von
medei
s.
LThK
1986, 7, 227
.
Phraseme:
nicht eine medel
›nichts‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl. 1.

Belegblock:

Schmidt, Frankf. Zunfturk.
1, 250, 17
(
hess.
,
1591
):
Ein medey von wachs mit figuren und thürlin in des schaumeisters laden.
Rupprich, Dürer (
nobd.
,
1520
):
5 schneckenheußer, 4 silbern medoien, 5 kupfern.
Primisser, Suchenwirt (
oobd.
,
2. H. 14. Jh.
):
O wær iz alles chuͤndig mir, | Jch verswig sein nicht ein medel!
[im Glossar der Ausgabe als Diminutiv zu
made
gestellt].
Spechtler, Mönch v. Salzb.
39, 26
(
oobd.
,
3. Dr. 14. Jh.
):
Ave, herren leichnam, | ein gepreistes medel.
Seemüller, Chron. 95 Herrsch. (
oobd.
, Hs.
1. H. 15. Jh.
):
do man tet die rechung, cham yeder ritter oder rittermêzziger umb drei helbling und yeder pawr umb ain medel.
Bauer u. a., Kunstk. Rud.
147
(
oobd.
,
1607
/
11
):
3 raigerhäls oder kröpf mit den schönen [...] raigerfedern, an dem einen ist ein türckische medey mit rubin, türckes, perlen.
Ebd.
1373
:
Ein medey von agat, ist Alexander Magnus.
Ebd.
1502
:
medeyen von mancherley conterfett von dinnem goldt uff schwartz smeltzglas geleimbt.
Ebd.
1476
;
Jones, French Borrowings
431
;