mause,
die
.
›Mauser, Federwechsel‹, oft mit der Vorstellung merkwürdigen Verhaltens der betroffenen Vögel verbunden;
vgl.
2
.
Phraseme:
in der mause sitzen
›mißmutig dahinvegetieren‹.

Belegblock:

Große, Schwabensp. (Hs. ˹
nd.
/
md.
,
um 1410
˺):
DE slozzene vogele, swe vil de muͦze hant, intrinnen se, swe (se) vehet nach dren tagen, des sint Se.
Pyritz, Minneburg
4527
(
nobd.
, Hs.
um 1400
):
Ich han auch miner freuden kil | In leides
[gen. explicativus]
muͤße verreret.
Lemmer, Brant. Narrensch.
76, 31
(
Basel
1494
):
eyn han / sitzt jnn der muß | Der will die eyger bruͤten vß.
Barack, Zim. Chron. (
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
war er dermasen in der mauss gesessen, so ist ain unrhue oder sonst was seltzams daruf ervolget.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat. (
oobd.
,
1349
/
50
):
der falk ist aller pest in der andern oder dritten mauze.
Primisser, Suchenwirt (
oobd.
,
2. H. 14. Jh.
):
mein lieber Sitikus | Der hat in senfter lauzze | Tzwo veder in seiner mauzze | Gerert, der pring mir ayne.
Dalby, Lex. Mhg Hunt.
1965, 153
.