matrone,
die
;
–/-n
, Nom. teils in lat. Form:
-a
;
aus
lat.
mātrōna
›ehrbare Frau‹
(
Georges
2, 830
;
Schulz/Basler
2, 1942, 90
).
›ehrenhafte, tugendsame Frau meist gehobenen Standes und gesellschaftlichen Ansehens‹.
Bedeutungsverwandte:
, (beide teils auch in Absetzung gegen
matrone
), , 1; 3.
Gegensätze:
.
Syntagmen:
eine m. betriegen
;
die / eine m
. (Subj.)
schamhaftig / schön / unfruchtbar sein, eine gute art an sich haben, eier unter die henne legen
;
den matronen etw. ansagen
;
von einer m. schreiben
;
die alte / christliche / edle / erliche / erbare / fromme / schöne m
.

Belegblock:

Luther, WA (
1529
):
Es hat zu weilen ein frey weib solche gute art an sich als sonst kaum zehen ehrliche matronen haben.
Ebd. (
1544
):
Ein Matrona nimpt Eyer, Dieselben leget sie unter ein Henne, Enten, Gans etc.
Boon, St. Prätorius
78, 15
(
Ülzen
1579
):
Teudtsche Jungfrawen vnd Patronen
[S. 82:
Matronen
]
sind schoͤn vnd von natur schamhafftig.
Sachs (
Nürnb.
1556
):
Hör zu, es wer nit allein not, | Zu versamlen die erbern matron.
Golius (
Straßb.
1579
):
Matrona, ein erliche Fraw / oder Matron.
Moscherosch. Ges. Phil. v. Sittew. (
Straßb.
1650
):
Die Huren [träumen sich] freundliche Jungfrauen; Die Kupplerinne Gottsförchtige Matronen.
Rot
328
(
Augsb.
1571
):
Matron, vom wort Matrona / Ein eheweib / Ersame fraw / ein Ehrentreich frawenbild.