marchfutter,
das
;
Bw etymologisch am ehesten zu
2
märe
, auch motivationell dort anschließbar, aber auch assoziativer Bezug auf
mark
II, 3 oder 4 möglich.
eine Getreide-, Haferabgabe (gedacht als Pferdefutter).
Oobd.; Rechts- und Wirtschaftstexte.
Bedeutungsverwandte:
3, , .
Syntagmen:
m. antworten / dienen / messen, nicht anstehen lassen
;
das m
. (Subj.)
sich zwiespälten
.

Belegblock:

Fuchs, Urb. Göttweig
7, 24
(
moobd.
,
um 1270
):
Isti sunt denarii, qui dicuntur lantphennige, et avena, que dicitur marchfuter.
Ebd.
81, 30
(
1322
):
et serviunt unum mod. avene marchfuter.
Winter, Nöst. Weist. (
moobd.
,
um 1400
):
auch muessen diselben arm leut dem herzogen all jar raichen [...] von iedem lechen 10 metzen habern marchfueter.
Ebd. (
um 1450
):
die das marichtfueter nicht an den rechten tag bringent, die seind des wandl, und das marichfueter zwispelt sich.
Mell, Steir. Weinbergr.
124, 1
(
smoobd.
,
1543
):
Wer perkrecht sol oder marichfuter, der mus daz furn als verr er ains tags pei der sunn gefaren mag.