mansmad,
auch
manmad,
das
;
-mades/-en
oder
mäder
;
Gw teils auf
matte
bezogen.
›nach der Mähleistung pro Mann und Tag (laut ), auch nach dem Mähertrag bemessenes Wiesen- oder Feldgrundstück‹; zu
1
(
der
) 2, 2.
Wmd. / wobd.; Rechts- und Wirtschaftstexte.
Bedeutungsverwandte:
vgl. , 1.
Wortbildungen:
mansmadwiese
.

Belegblock:

Koller, Reichsreg. Albr. II.
228, 14
(
1438
/
9
):
funfundreissig mansmatten gelegen obewendig der stat zu Hagenow.
Lamprecht, Dt. Wirtschaftsl. (
mosfrk.
,
2. H. 13. Jh.
):
endlich prata ad carr. feni oder noch sinnlicher 5 mansmaitwiesen.
Roder, Stadtr. Villingen (
önalem.
,
1500
):
das der selbig [...] von iegklicher manmad embdwisa alle jar zu bannen geben sol zwen pfenning.
Ders., Hugs Vill. Chron. (
önalem.
,
1517
):
es gabend offt trig oder fier manmat wissen, guͦt emdwissen, nit 2 karen hew.
Welti, Stadtr. Bern (
halem.
,
1438
):
ze Loͮppen hat ein vogt einen garten, einen vierteil eins mans mades.
Maaler (
Zürich
1561
):
Mannsmaad (die) Ein weyte matten so vil ein maͤder eins tags gemaͤyen mag / Mannwerck.
Rennefahrt, Gebiet Bern (
halem.
,
1603
):
jeder sölle järlich [...] von jedem mansmat [...], zwen bz, [...] entrichten.
Ders., Statut. Saanen (
halem.
,
1641-47
):
abgeraten, das man nun fürthin in gemeinen zälgen uf einen acher oder uf ein mansmad zwo küe besetzen.
Zingerle, Inventare (
tir.
,
1495
):
Vnnd zinst von ainem manmad wisen ennhalb der Etsch auf den spaten wisen xviii kr.
Lamprecht, a. a. O.
345, 3
;
Leisi, Thurg. UB
5, 267, 12
;
617, 31
;
Rennefahrt, Recht Laupen ;
Maag u. a., Habsb. Urbar 2, 2, S. 
305
;
Gehring, Würt. Ländl. Rechtsqu.
3, 809, 28
;