mästen,
V.;
teils ohne Umlaut(schreibung).1.
›(ein Schlachttier), (vereinzelt:) jn. / sich mästen‹; speziell von Vögeln: ›(Schlachtgeflügel) stopfen‹; mehrfach ütr.; vgl. (die
) 1.Phraseme:
fremde tauben mästen
›Schmarotzer durchfüttern‹.Syntagmen:
einen barg, marder, kühe / säue / schweine / schöpse (feist) m., den (schmer)bauch m., got die gotlosen zur schlachtbank m.
; sich wie eine sau m., jn. mit gitzenfleisch, got zur schlachtbank m., der teufel sich in hoffart m.
; die abgötterei gemästet sein
; der gemästete kapaun / ochse / stier / vogel, das gemästete kalb / schwein / vieh, die gemästete taube
.Wortbildungen:
mastspeise
mästtiergarten
Belegblock:
ire kouflute, dy do wonetin mittin in ym als dy gemestin kelbir, habin sich ummegekart.
34 borge, dy worden dem kochmeyster off den coven czu legen czu mesten.
so weydet und mastet er [mensch] sich drynnen wie eyn saw ym dreck.
wissen aber nicht, das sie [Chaldeer] Gott damit zur schlachtbang mestet.
wol gemest sein macht abgoetterey.
Wenn er nicht wuͤst worumb? Wozu / | Er das oder ein anders thue? | Obs sein sey / oders gemeine best? | Odr ob er frembde Tauben mest?
Dîn brûder ist kuͦmen, und dîn vater hât nider geslagen ein gemestit
[
faistesMentel
1466: ]
kalp. [Der guckug] [...] Ist eingschleicht worden in sein nest, | Und sich von ir weydent und mest | Und wird ansehlich, feist und groß.
Vivarium, Ein ort da man thier zuͦ speiß züchtet / ein weyer / teych / mest thiergart.
ve marder, swin, weld und zam | die mestet wol der akerman.
Mastspeyß die wol mestet / mestung oder feißte allerlei speysen die einen menschen feißt machend.
Mesten / Feißtmachen / Jn die mestung legen. [...]. Die seüw eynlegen zuͦ Mesten / Die seüw Mesten.
2.
in verschiedenen, nur je einmal belegten Übertragungen: ›(der sele
) Nahrung geben‹; ›(die warheit
) gedeihen lassen‹; ›jn. mit Unwesentlichem anfüllen‹.Belegblock:
wil man die warheit mesten, | als uns wil liegen sich mit kundem werren?
3.
›etw. (die frucht
) zum Reifen bringen‹.Belegblock:
wenn der ögst gät in | und des klaren sünnen schin | die fruht
(Akk.obj.)
begint denn masten.