Encomion. Lob ehr preiß rum hochpreisung.
Luther. Hl. Schrifft. 1. Joh.
2, 16
Marg. (
Wittenb.
1545
):
Hoffertig leben / ist ehrgirigkeit gewalt / lob vnd oben aus fahren.
Mieder, Lehmann. Flor.
482, 10
(
Lübeck
1639
):
Papier / darauff eines Lob geschrieben / vberlebt di Leut.
so mag der Lobesalp gleich drücken, was er kan, | wir kommen doch empor.
Quint, Eckharts Pred.
362, 2
(
E. 13.
/
A. 14. Jh.
):
Suochet er lop oder iht anders, sô verkoufet er die tugent.
Meijboom, Pilgerf. träum. Mönch
6607
(
rib.
,
1444
):
Eyn arme getruwe ampt is van merre love | Dan moissicheit in eyns konyncks hove.
Meisen, Wierstr. Hist. Nuys
3058
(
Köln
1476
):
des geefft man hogen loff | Der stat van Nuyssz dorch skeyers hoff.
Frantzen u. a., Kölner Schwankb.
(
Köln
um 1490
):
wanne du kumps zo heren hove, | So halt vaste in dyme love.
DJE Werck welche auß eiteler Begird des Menschlichen Lobs geschehen / haben schon hie jhren Lohn.
Jahr, H. v. Mügeln
1844
(
omd.
, Hs.
1463
):
die münz ich [Warheit] glich zu aller zit, | des ist min lop in eren wit.
Jungbluth, J. v. Saaz. Ackermann
17, 32
(Hs. ˹
omd.
,
1465
˺):
sagen wir lob und ere dem Tot, der also rechte richtet!
Stackmann u. a., Frauenlob
3, 29
(Hs. ˹
omd.
/
schles.
,
14. Jh.
˺):
min zunge wirke, ob lobes hamer | ist weich gein der metalle, | Da vrouwen lop sich wirket abe
(›sich verschleißt, sich abarbeitet‹).
v. Groote, Muskatblut
(
nobd.
,
1. H. 15. Jh.
):
musica die wil schonen der lob ich ymmer buwe.
Gille u. a., M. Beheim
25, 6
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
vil geudens wart van disem hunt getriben, | er het das lob zur hacz und czu der pirs.
ach, wankel mut, des seiestu verfluchet, | das du mein lob verkeret hast so schir.
wer aber im gibt lere | nur ainig zu der ere | und zu kains nuczes frum, | Der ist ain guter rum – | und lobmacher des herne
[⸗
fürst
].
Welicher meister sich befleißt über und für andere zu sein, der ist demselbigen handwerk ein lob.
hette auch sein hausfraw ein guͤt lob vonn wegen ihres tugentlichen unnd holdsaͤligen wandels.
Warnock, Pred. Paulis
7, 301
(
önalem.
,
1490
/
4
):
Es sint etliche menschen, die tragent und nement uf sich daz crútz der penitentz [...] umb lob und gunst der menschen.
Lobbegirig / Deß lobs begirig. Studiosus laudis.
Lober / Lobgaͤber / Der einen lobt vnd guͦts võ jm sagt. Laudator, Comprobator. Lobgaͤberin Die eim ein guͦt lob verleycht.
Lobgierig / Ehrgeitzig / Rhumbsuͤchtig.
Lobgierigkeit / f. Ehrgeitz.
das sy [lût] vmb ir guͦttaͤtt von der welt lobes begerend.
Österley, Steinhöwels Äsop
(
Ulm
1474
/
82
):
Aigen lob stinket in dem munde.
Behrend, Spangenb. Anbindbr.
(
Straßb.
1611
):
Sein [Caspar] Namen und Geschencke | Dess Lobs und Ehrens wol werth ist.
Primisser, Suchenwirt
(
oobd.
,
2. H. 14. Jh.
):
Leit nu der leib derstorben, | Dennoch daz lop in wirden lebt.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat.
(
oobd.
,
1349
/
50
):
ez tregt gar swær pürd auf im. daz sint diu lob, diu der esel hât.
Klein, Oswald
3, 54
(
oobd.
,
1422
?):
der [frummen freulin] lob ich breis über all karfunkelstain!
die [gaist] uns vorlaiten tëglich in den sünden gart, | von irem rat waiss ich nicht lobs zu breisen.
ain schön weib, tadels frei, | schon würckt, der lob für alles gold | erleucht.
Fichtner, Füetrer. Trojanerkr.
383, 5
(
moobd.
,
1473
/
8
):
Nestor den fürsten sagt | durch kurtzweil fremde märe: | was diser held und jener preis bejagt. | Maniches mannes lob ward do gemessen.