kutrolf,
das
;
zur Etymologie s. ;
große Schreibvarianz.
›enghalsiges Gefäß für verschiedene Zwecke‹, z. B. als Trinkgefäß, Harngefäß verwendet.
Wortbildungen:
kutrolfglas
.

Belegblock:

Hampe, Ged. v. Hausrat
3, 3, 1
(o. O.
um 1480
):
Drichter engster kuttroff die man | Fur die tzúghen drunck muß han.
Pyritz, Minneburg
5474
(
nobd.
, Hs.
um 1400
):
Ich trunk sin uz ein kutdrolf vol, | Den worten daz ich wurde gesunt.
Sachs (
Nürnb.
1544
):
Must haben [...] | Krausen, engster vnnd ein bierglaß, | Kuttrolff, triechter unnd ein saltzfaß.
Ebd. (
1557
):
Da fieng der pawer seinen brunnen | In ein guttroff-glaß.
Ebd. (
1559
):
Knecht Heintz nemt das harmglas, ein kutrolff.
Haage, Hesel. Arzneib.
15r, 15
(Hs. ˹
noobd.
/
md.
,
E. 15. Jh.
˺):
so pren digitan [...] und thu das in ain kuterolff glasz und rur es alltag.