kuplerin,
die
;
–/-nen
.
1.
›weiblicher Heiratsvermittler‹; auch: ›Vermittlerin (strafbarer) außerehelicher Beziehungen‹;
zu .
Syntagmen:
eine k. abfertigen / strafen, kuplerinnen zusammenbringen
;
die k.
(Subj.)
jn. etw. kosten, den stein
(›Schandstein‹)
tragen, die kuplerinnen in sünden sein
;
sich in liebe gegen die kuplerinnen annemen
;
alte / boshaftige / verschlagene k.

Belegblock:

Österley, Kirchhof. Wendunmuth (
Frankf.
1603
):
sein weib [...] befahl einer barbiererin, die zunechst an ihrem hause wonhafftig und ihre kupplerin war, ihren bulen [...] zu bringen.
Gille u. a., M. Beheim
195, 28
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
Hat unkeüsch iren anpeginn, | auch van den alten chuplerinn.
Chron. Nürnb. (
nobd.
,
E. 15.
/
A. 16. Jh.
):
darnach uber acht tag trug aber eine den stain, kuplerin.
Sachs (
Nürnb.
1553
):
Was kostn in nur die alten weyber, | Die cuplerin und beren-treiber!
Moscherosch. Ges. Phil. v. Sittew. (
Straßb.
1650
):
Andere sind, die vngeachtet ihres alters, Natur, Neigung vnd Lüsten, sich in Liebe gegen alte Hadermätzen vnd Kuplerinnen annehmen.
Barack, Teufels Netz (
Bodenseegeb.
,
1. H. 15. Jh.
):
So tuotz denn die kupplerin zemen bringen,| Das si mitainander werdend ringen | In ainem bett.
Lemmer, Brant. Narrensch.
98, 26
(
Basel
1494
):
Als doreht frowen / boͤse wiber | All kuppeleryn / pfowentriber | Vnd andere die jn sünden synt.
Köbler, Stattr. Fryburg (
Basel
1520
):
Von kupler vnd kuplerin wie die gestrafft sollen werden.
Gille u. a., a. a. O.
196, 30
;
Barack, a. a. O. ;
Lauater. Gespaͤnste
22r, 28
;
Koller, Ref. Siegmunds ;
Vgl. ferner s. v. 2, , .
2.
›Handelsfrau, Hökerin‹.

Belegblock:

Rwb (a. 
1474
).