kunz,
der
;
-en/-en
.
Kurzform von Konrad, ›einfältiger Kerl, Narr‹.
Phraseme:
armer k.
›Bauer‹;
hinz und kunz
›alle‹.

Belegblock:

Luther, WA (
1530
):
ehe ich wolt solchen bewrischen mutwillen ynn veterlicher macht leiden von solchen groben Kuntzen.
Barack, Teufels Netz (
Bodenseegeb.
,
1. H. 15. Jh.
):
Tuond schamlich swätzen | Mit Cuntzen und mit Mätzen.
Bächtold, N. Manuel. Barb.
182, 1354
(
Zürich
1526
):
Aber die kuͦnzen, die sich für witzig hand, | Die werdend nun unverstendig und blind.
Jörg, Salat. Reformationschr.
167, 17
(
halem.
,
1534
/
5
):
wie er jedem sagen kond das er gern hort / um der schencke willen / und wie er / so er den cuͦntzen jagtt / jmm selb red und anttwurdt [...] kond gen / nach gstallt sins cuͦntzen / also tatend dis secter.
Bobertag, Schwänke (
Augsb.
1548
):
Philippus Melanchton sagt mir, das zur zeit, da der arme Cuntz [...] im landt Wirttenberg sich erregt hat, ein mann [...] gewesen sei.